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Astro-Wissen
Die Aspekte der Planeten
Eine kurze Beschreibung der Aspekte
Orbis
Die Abweichung vom genauen Winkel, die noch toleriert wird,
wird Orbis genannt. Bei der Frage des Orbis gehen die Meinungen der Astrologen
auseinander. Grundsätzlich kann bei der psychologischen Deutung des Horoskops
ein grösserer Orbis verwendet werden als etwa bei der Untersuchung zeitlicher
Auslösungen. Die hier verwendeten Angaben entsprechen in etwa den Orbis,
die von Astrodata® bei der Deutung des Geburtshoroskops verwendet werden.
Die
Konjunktion
(0°, Teilung des Kreises durch 1, Orbis 8°)
Die Konjunktion ist der gewichtigste Aspekt, denn hier wird die Energie
von zwei (oder mehreren) Planeten auf einen Punkt konzentriert. Konjunktionen
werden rot eingezeichnet, da sie sehr energiereich sind. Ob es sich dabei
um eine harmonische oder eher gespannte Konstellation handelt, hängt von
den beteiligten Planeten ab: ob sie ähnlich sind (wie beispielsweise Mond
und Venus) oder sich eher widersprechen (beispielsweise Mars und Saturn).
Bei der Konjunktion sind die beiden Planeten untrennbar miteinander verbunden,
so dass der Horoskopeigner die beiden Prinzipien manchmal kaum auseinanderhalten
kann. Zum Beispiel Mars/Saturn-Konjunktion: Will er aktiv werden (Mars),
kommt automatisch von irgendwoher eine Bremse (Saturn).
Die Opposition
(180°, Teilung des Kreises durch 2, Orbis 7°)
Bei der Opposition stehen sich zwei Planeten genau gegenüber und befinden
sich so in gegensätzlichen Zeichen und Häusern im Horoskop. Die beiden
Prinzipien erscheinen als völlig gegensätzlich und nicht vereinbar. Häufig
konzentriert sich der Horoskopeigner zu Beginn auf einen der beiden Planeten
und projiziert den anderen auf seine Umgebung entweder als Feindbild
oder als begehrenswerte Ergänzung. So hat er sich immer wieder mit dem
Widerspruch, den er in sich trägt, auseinanderzusetzen.
Kann er mit der Zeit die ihm fremde Energie integrieren,
wird sich der Gegensatz zwar nicht auflösen, der betroffene Mensch hat
dann jedoch die freie Wahl, wann er welchen Planeten zum Ausdruck bringen
möchte. Beispiel Venus Opposition Uranus: sich je nach Situation anpassen
und Kompromisse eingehen oder sich unabhängig und eigenwillig verhalten,
statt immer nur den einen Pol zu verkörpern.
Das Trigon
(120°, Teilung des Kreises durch 3, Orbis 6°)
Stehen zwei Planeten im Trigon zueinander, befinden sie sich im gleichen
Element (beispielsweise in Löwe und Schütze, also im Feuer). Beim Trigon
handelt es sich um eine harmonische Verbindung der beteiligten Energien,
und in der Regel werden Trigone als sehr angenehm erlebt. Sie verkörpern
die Qualitäten in uns, welche uns quasi in die Wiege gelegt wurden, ohne
dass wir dafür etwas tun müssen. Wir können die Trigone nützen, sie aber
auch brachliegen lassen. Sie sind wie Früchte auf einem Baum, die wir
ernten und essen oder einfach hängen- und verfaulen lassen.
Das Quadrat
(90°, Teilung des Kreises durch 4, Orbis 6°)
Das Quadrat entspricht gewissermassen einer doppelten Opposition und beinhaltet
ein grosses Spannungspotential. Wie bei der Opposition wird das Quadrat
als Widersprüchlichkeit zwischen den beteiligten Planetenprinzipien empfunden.
Der Gegensatz lässt sich jedoch nicht so leicht nach aussen projizieren,
sondern wird in der Regel von der Person als Unvereinbarkeit in sich selbst
empfunden. Schlimmer noch scheinen die Energien nicht nur unvereinbar,
sondern sich regelrecht im Wege zu stehen, so dass man dauernd das Gefühl
hat, eines kommt zu kurz, sobald man dem anderen nachgibt. Beispiel Sonne
Quadrat Mond: bewusste Ziele und gefühlsmässige Bedürfnisse klaffen völlig
auseinander.
Vom Kreuz des Quadrats kann man sich nur durch Arbeit befreien.
Es scheint wie ein Felsbrocken, der nicht zu umgehen ist, sondern in mühsamer
Arbeit abgetragen oder überklettert werden muss. Der Lohn der Mühen mit
dem Quadrat finden wir im Erreichen einer hohen Bewusstheit im entsprechenden
Bereich sowie vieler selbsterworbener Fähigkeiten, die uns oft über uns
selbst hinauswachsen lassen. Die Horoskope berühmter Menschen, die Erstaunliches
leisten (oder leisteten), beinhalten oft Quadrate.
Das Sextil
(60°, Teilung des Kreises durch 6 [2x3], Orbis 4°)
Das Sextil ist ein harmonischer Aspekt, welcher gleichzeitig eine geistige
Anregung beinhaltet, die uns zum Handeln auffordert. Im Gegensatz zum
Trigon verbindet ein Sextil zwei Planeten, die in verschiedenen Elementen
stehen. Dabei handelt es sich immer um eine Verbindung von Feuer mit Luft
oder von Erde mit Wasser, also von gleichen Polaritäten. Diese Kombinationen
fordern uns dazu auf, aus neuen Impulsen zu lernen, und sie aktivieren
unser Bewusstsein. Sextile werden in der Regel als angenehme, eher unauffällige
Aspekte empfunden, die sich als hilfreich und nützlich erweisen.
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