Astrologischer Finanzbericht - von Raymond Merriman
 

Finanzbericht für die Woche vom 8. Juli 2019

Rückblick und Vorschau 

Hinweis: Wegen Reiseabwesenheit von Ray Merriman wird es nächste Woche keinen Finanzbericht geben. Die Woche danach wird der Dienst wieder aufgenommen.

„Die US-Börsen fielen aus ihren Allzeithochs vom Freitag nach der Veröffentlichung stärkerer Beschäftigungsdaten, die Hoffnungen auf eine versöhnlichere FED-Geldpolitik dämpften. Der Dow Jones Industrial Average ging um 43.88 Punkte auf 26‘922.12 zurück, womit eine viertägige Gewinnphase zu Ende ging. Der S&P 500 sank um 0.2 % auf 2‘990.41 und beendete damit eine fünftägige Gewinnphase. Der Nasdaq Composite fiel erstmals nach sieben positiven Sitzungen um 0.1 % auf einen Wert von 8‘161.79 zurück. Früher am Tag war der Dow allerdings um 232.67 Punkte gesunken…  Die US-Wirtschaft schaffte 224‘000 zusätzliche Arbeitsplätze im Juni. Ökonomen hatten für Juni lediglich einen Zuwachs von 165‘000 Arbeitsplätzen vorausgesagt, nachdem im Mai bloss 75‘000 Jobs geschaffen wurden, dies gemäss Dow Jones.“ – Fred Imbert, „Stocks Fall From Record Highs After Strong Jobs Report Dampen Hope of a Fed Rate Cut“, https://www.cnbc.com, July 5, 2019

Obwohl es letzte Woche keine starken geokosmischen Aspekte gab, stiegen der Dow Jones Industrial Average und der S&P Index auf neue Allzeithochs, womit sie die Entsprechung zwischen dem jahrelangen Jupiter-Transit im Schützezeichen und langfristigen Zyklushochs an den Weltbörsen erfüllten. Allerdings verpasste der Nasdaq Composite ein neues Allzeithoch. Er führte eine Rallye auf 8171 am Freitag aus und blieb damit knapp unter dem Rekordwert von 8176 vom 29. April.

In anderen Gegenden der Welt gab es vergleichbare Abweichungen. In Europa zum Beispiel bildete der Zürcher SMI am 3. Juli ein Allzeithoch. Am nächsten Tag stiegen der Amsterdamer AEX, der deutsche DAX und der Londoner FTSE auf ihre höchsten Werte seit August 2018, ohne allerdings Allzeithochs zu bilden. 

Der australische ASX stieg am Freitag, 5. Juli, auf 6850, sehr nahe bei seinem Allzeithoch von 6873, den er im November 2007 einstellte. Keiner der asiatischen Indizes konnte allerdings letzte Woche ein neues Hoch für 2019 bilden, denn die Spannungen mit den USA wirkten sich depressiv auf die asiatischen Wirtschaften aus.

Nachdem das Gold am 25. Juni auf 1442.90 ein neues 6-Jahres-Hoch bildete, fiel es bis zum Beginn dieser neuen Woche vom 1. Juli auf 1384.70. Zwei Tage später hatte der Kurs aber beinahe wieder die alten Werte erreicht und das 6-Jahres-Hoch wurde mit 1441 am 3. Juli getestet. Bis zum nächsten Handelstag, dem Freitag 5. Juli, verursachten die starken Beschäftigungsdaten allerdings Unsicherheiten im Zusammenhang mit weiteren FED-Zinssenkungen, und das Gold fiel zurück auf 1388.60.  Dies waren letzte Woche recht bedeutsame Preisumkehrungen, die mit dem Beginn des Durchlaufs des heliozentrischen Merkur durch das Schützezeichen starteten, einem Zeichen, welches es mit Übertreibungen zu tun hat. Auch Bitcoin verhielt sich kaum besser, indem es von seinem Hoch vom 26. Juni auf 13‘895 am 2. Juli auf den Wert von 9567 zurückfiel, um danach wieder aufzuholen. Zusätzlich zum heliozentrischen Merkur in Schütze, welcher mit solchen Währungs- und Edelmetallvolatilitäten in Zusammenhang steht, beendete der geozentrische Merkur seinen Transit durch das Schützezeichen in der Woche vor dem 29. Juni. Dabei zeigen unsere Studien, dass Merkur in Schütze mit Hochs bei Bitcoin korreliert. Mit dem Merkur, der nun rückläufig wird, kehrt Merkur ins Krebszeichen zurück, eine Bewegung, die vom 19. Juli – 11. August dauert. Es wird interessant sein zu sehen, ob Bitcoin in dieser Zeit erneut eine Aufwärtsbewegung erfährt.

Kurzfristige geokosmische Signaturen und langfristige Gedanken

„Seit die Welt den Goldstandard aufgegeben hat, fordert eine nicht aussterbende Gruppe von Goldenthusiasten, dass die USA zum Goldstandard zurückkehren. Präsident Trump hat soeben erklärt, dass er die Absicht hat, jemanden aus dieser Gruppe, Judy Shelton, als FED-Gouverneurin zu nominieren… Wenn alle Länder den Goldstandard aufrechterhalten würden, wären die Wechselraten zwischen den Währungen stabil und voraussehbar. Ohne dies, argumentieren die Goldenthusiasten, können die Regierungen die Notenpresse in Gang setzen, um neue Arbeitsplätze zu schaffen oder Kriege zu erklären." – Greg Ip, „Fed Pick is Goldbug Who Bends to Fit Trump“, Wall Street Journal, 5. Juli, 2019.

Es mag letzte Woche eine Abwesenheit von planetaren Aspekten gegeben haben, aber dies bedeutet lediglich, dass die Wahrscheinlichkeit einer Umkehrung des laufenden Trends klein war. Die Tatsache, dass Aktienbörsen sich auf neue Allzeithochs zubewegten und der Goldmarkt die Szene beherrschte (zuerst mit einer Abwärts-, dann mit einer Aufwärts- und schliesslich wieder mit einer Abwärtsbewegung) hatte vor allem damit zu tun, dass der heliozentrische Merkur sich im Schützezeichen befand, eine Stellung, die den Ruf hat, mit wilden Ausschlägen einherzugehen. Einige Finanzastrologen mögen die starken Marktbewegungen letzter Woche auch mit der Sonnenfinsternis vom letzten Dienstag, 2. Juli, in Verbindung bringen. Allerdings weist diese Stellung keine ebenso starke Korrelation zum Typus des Marktverhaltens, den wir letzte Woche beobachteten, wie der Ingress des heliozentrischen Merkur ins Schützezeichen, der vom 1.–12. Juli andauert. So begleiten uns diese Konstellationen während einer weiteren Woche.

Merkur mag zurzeit den Ton stärker angeben als im Normalfall. In seiner Rolle als „Trickster“ startet die dreiwöchige rückläufige Bewegung des Merkur am Sonntag, 7. Juli. Dieser Planet ist naturgemäss sehr clever und wechselhaft. Befindet er sich in seiner rückläufigen Phase, hat er allerdings mehr von einem Rennkuckuck, der als erstes einen mutigen Schritt nach vorne tut, um kurz danach die Richtung zu wechseln und scharf in der Gegenrichtung zurückzugehen. Während der rückläufigen Merkurphase gibt es keine Unterstützungs- oder Widerstandszone, die solide und ernstzunehmen wäre und keinen technischen Indikator, auf den Verlass ist. Dies kann damit zu tun haben, dass der rückläufige Merkur eine Verbindung zu plötzlichen Ausschlägen oder „fake outs“ hat. Dabei werden Widerstandslinien durchbrochen, sodass man den Eindruck hat, das Tief hätte sich eingestellt und der Markt steige wieder. Kurz nach der Abgabe eines derartigen Kaufsignals, kann der Markt allerdings wieder zurückgehen und Unterstützungslinien nach unten durchbrechen. Auch dies endet jedoch bald in einem „fake out“, indem die Kurse ohne grosse Vorwarnung wieder ihre Richtung wechseln. Dieser Typus von Marktaktivität zeigt sich im Zusammenhang mit widersprüchlichen Signalen, die durch politische Ankündigungen und Wirtschaftsberichte vermittelt werden. Erwarten Sie deshalb widersprüchliche Nachrichten für den grössten Teil dieses Monats. Als Trader haben Sie die Wahl, wendig und kurzzeit-orientiert zu sein oder abseits zu stehen, bis sich die Geräuschkulisse beruhigt.

Lärm und Geräusche dürften uns nämlich während der nächsten zwei Wochen begleiten. Sowohl die Sonne als auch die Venus transitieren durch das Krebszeichen und beide bilden zwischen 9.–21. Juli Oppositionen zu Saturn und Pluto im Steinbockzeichen. Dies ist eine Konstellation, die Konflikte anzeigt, und das möglicherweise konfliktvollste Zeichen des Tierkreises ins Spiel bringt, wobei es sich um das Krebszeichen handelt (es ist eine Beobachtung, keine bewiesene Tatsache, dass Individuen mit starken Krebsstellungen sich häufig in Dramen befinden, bei denen Interessenskonflikte den Ton angeben und sie nicht einmal wissen, warum). Aus solchen Gründen mag diese Merkur-Rückläufigkeitsphase intensiver, empfindlicher und verwirrender sein als die meisten andern (wobei die meisten schon deshalb verwirrend sind, weil sie es mit widersprüchlichen Botschaften zu tun haben). Dies wird eine interessante Zeit, um Präsident Trump zu beobachten, dessen Sonne sich im Zwillingezeichen befindet, welches von Merkur regiert wird, und zu sehen wie er (und wie andere Zwillingegeborene) mit der rückläufigen Merkurphase umgehen: Was für Botschaften werden ausgesendet und werden kleine Ärgernisse dazu verwendet, aus einer Maus einen Elefanten zu machen, indem man sich über einen Vulkan von Missverständnissen beklagt. Dies könnte auch eine interessante Zeit sein um zu sehen, ob Gegner Versuche starten (und damit wahrscheinlich erfolgreich sind), „die ihm unter die Haut gehen“.

Hinsichtlich Märkte dürften, wenn immer wie jetzt Venus und Pluto in einem starken Aspekt zueinander oder zu anderen Planeten stehen (wie dies zwischen dem 9.–21. Juli der Fall ist), Themen von Schuld und Steuern die Nachrichten beherrschen. Dies beeinflusst Märkte, die mit Schulden zu tun haben, wie Schatzscheine und Währungen (so wie auch der US $). Auch gilt hier die Regel: Jeder Markt, der im Zusammenhang mit einem bevorstehenden harten Aspekt zwischen Venus und Saturn zurückgeht, ist ein Kandidat für eine Rallye. So werden wir während dieses Zeitbandes nach besonders interessanten Tradingmöglichkeiten Ausschau halten. Oder bewusst davon absehen. Schliesslich ist es ja so, dass der rückläufige Merkur für Positionshändler keine günstige Zeit darstellt, wie bereits früher an anderer Stelle beschrieben. So kann bereits im voraus ein Konflikt zwischen widersprüchlichen Signalen angenommen werden, die den Merkur betreffen, der in seiner rückläufigen Phase zum Trickster wird. Überprüfen Sie jegliche Entscheidung, die Sie während dieses Monats machen. Stellen Sie sicher, dass Sie über verlässliche Fakten verfügen und genügend Informationen haben, um eine gut informierte Entscheidung zu fällen. Achten Sie auch darauf dass Sie eine Ausstiegsmöglichkeit haben im Falle, dass Sie Ihre Meinung wechseln.

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