Astrologischer Finanzbericht - von Raymond Merriman
 

Finanzbericht für die Woche vom 19. 09. 2022

Rückblick und Vorschau

Das FED wird die Kosten für Kredite in den USA wahrscheinlich schneller und weiter anheben als bisher erwartet, nachdem die Daten vom Dienstag gezeigt haben, dass sich die zugrunde liegende Inflation ausweitet und nicht wie erwartet abkühlt. Wie das Arbeitsministerium mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise im vergangenen Monat um 0,1 % gegenüber Juli – Ökonomen hatten einen Rückgang erwartet – und um 8,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. – Ann Saphir, «Fed Seen Getting More Aggressive As Inflation Soars», www.reuters.com, 13. September 2022.

Die Weltwirtschaft erlebt den grössten strukturellen Umbruch seit 250 Jahren – sicher und entschlossen zu sein, was die Politik angeht, ist vielleicht unklug. – Dr. Paul Donovan, "Russian Roulette", www.ubs.com, 1. September 2022. 

Das passiert, wenn man einen rückläufigen Merkur in einem Luftzeichen mit einem zweifachen Halbquadrat von Jupiter zu Saturn und Uranus kombiniert? Das ist der Grund, warum Chiropraktiker wegen der Massaker auf den Finanzmärkten seit dem 6. September und wahrscheinlich noch bis zum 28. September und vielleicht ein wenig darüber hinaus sehr gefragt sein werden.

Mit dem rückläufigen Merkur erwarten wir Täuschungsmanöver und die vorübergehende Verletzung von Unterstützungs- und Widerstandslinien. Das ist einfach die Natur des Tricksters. Er mag Überraschungen. Er mag es, alle 1 bis 4 Tage im Zickzack zu laufen, hin und her. Aber wenn der Trickster unter der grösseren Domäne von Uranus (seiner höheren Oktave) agiert, werden aus Überraschungen Schocks, und aus Täuschungen werden verblüffende Ausbrüche. So war es auch in der vergangenen Woche an den weltweiten Aktienmärkten, die zu einer grossen Enttäuschung für Optimisten in Bezug auf die US-Wirtschaft wurden, als der rückläufige Merkur, der Trickster, am Dienstag, den 13. September, mit einem überraschend starken Inflationsbericht hart zuschlug. Der Markt stürzte ab. Lassen Sie uns zurückblicken.

Merkur wurde am 9. September (in Europa am 10. September, Anm. d. Red.) rückläufig. Die US-Aktienindizes hatten drei Tage zuvor, am 6. und 7. September, ihr Tief erreicht, und der DJIA war bis Montag, den 12. September, um mehr als 1500 Punkte gestiegen, einschliesslich eines spielverändernden (bullischen) «Aufwärts-Gaps» am vergangenen Freitag, den 9. September. Das Besondere an einem rückläufigen Merkur, vor allem in einem Luftzeichen, ist, dass Rallyes innerhalb von 4 Handelstagen nach der Rückläufigkeit ihr Hoch erreichen und sich wieder umkehren können. Montag, der 12. September, war der erste Handelstag nach der Rückläufigkeit, und er lag im entsprechenden Zeitfenster. 

Am Dienstag, dem 13. September, fiel die unerwartet hohe Inflationsrate mit dem scharfen Richtungswechsel des Tricksters und der Rallye an den Aktienmärkten zusammen. Der DJIA beispielsweise verzeichnete ein «Abwärts-Gap» – eine weitere tiefgreifende Wende – und fiel um 1276 Punkte, der grösste Rückgang seit über zwei Jahren.

Plötzlich verwandelte sich das Narrativ von einer «weichen Landung», die vom FED fachmännisch gesteuert würde, in die grosse Sorge, dass das FED den Überblick und die Kontrolle verloren hat. Mit dem transitierenden Pluto, der in Opposition zu dessen Radix-Neptun steht, steckt das FED nicht nur zwischen Baum und Borke. Es könnte auch zwischen einer harten Realität und einer weichen Täuschung gefangen sein, in der Träume zu Albträumen werden. 

Bei fast allen globalen Aktienindizes war das Muster eines Zyklustiefs am 6. und 7. September zu beobachten, kurz bevor Merkur rückläufig wurde, gefolgt von einem sehr bullischen Ausbruch über den Widerstand am 12. und 13. September, nur 1 bis 2 Tage nach Merkurs Rückläufigkeit, gefolgt von einem atemberaubenden Rückgang am 13. September, der sich bis Freitag, den 16. September, auf neue Wochentiefs fortsetzte. Der einzige Unterschied besteht darin, dass einige Aktienindizes (US-Indizes, AEX, SMI, China und Hongkong) ihre Zyklustiefs vom 6. und 7. September herausgenommen haben, andere hingegen nicht (DAX, FTSE, ASX, NIFTY, Nikkei und Bovespa). Diese Art von Intermarkt-Divergenz könnte sich als bullisch erweisen, wenn nicht alle Indizes in dieser Woche auf neue Monatstiefs einbrechen. 

Angesichts der starken geokosmischen Signaturen der nächsten zwei Wochen ist alles möglich. So wie das FED in der Zwickmühle zwischen Kontrolle der Inflation und wirtschaftlicher Rezession steckt, sind die Geokosmiker in der Zwickmühle zwischen der Möglichkeit einer echten Panik sowie eines Ausbruchs und gewaltigen Umschwungs der weltweiten Aktienindizes. Das ist genau die Art von Unsicherheit und potenzieller Gefahr, die der rückläufige Merkur in Kombination mit Jupiter, der ein zweifaches Halbquadrat zu Saturn und Uranus bildet, attraktiv findet.

So beunruhigend das Verhalten der Aktienmärkte in der vergangenen Woche auch war, die Entwicklung des Goldkurses ist vielleicht noch alarmierender. Das Edelmetall fiel zum ersten Mal seit April 2020 unter die kritische Unterstützung bei 1675 ± 5. Silber hingegen hielt sich deutlich über seinem jüngsten 2-Jahres-Tief bei 17,40, das am 1. September erreicht wurde, so dass auch hier eine bullische Intermarkt-Divergenz vorliegt. Rohöl flirtet mit den tiefsten Kursen seit Januar, da die Sonne sich ihrer Opposition zu Jupiter und Neptun, den Herrschern über Rohöl, vom 16. bis 26. September nähert. Bitcoin und Ethereum wiesen genau wie Aktien eine Intermarkt-Divergenz auf, da beide fielen, aber während Bitcoin sein Tief vom 7. September halten konnte, gelang dies Ethereum nicht.

Kurzfristige geokosmische Signaturen und längerfristige Gedanken

Was wir jetzt sehen, ist entweder der Anfang oder der Todesstoß für die extreme MAGA-Philosophie. Es ist nicht nur Trump, es ist die gesamte Philosophie, die dem – ich würde sagen Semi-Faschismus – zugrunde liegt. – Joe Biden. Christopher Cadelago und Olivia Olander, «Biden Calls Trump's Philosophy 'Semi-Fascism'.» www.politico.com, 25. August 2022.

Donald Trump ist kein Faschist, nicht einmal ein Semi-Faschist, wie es Präsident Biden ausdrückt. Trump ist ein Opportunist. Seine Ideologie ist deckungsgleich mit seinem Temperament: In beiden Fällen ist er ein Anarcho-Narzisst. Er ist das, was man erhält, wenn man den Zauberer von Oz mit Willie Sutton kreuzt, der erklärte, dass er Banken ausraubt, weil «dort das Geld ist». Wenn es heutzutage in Amerika Faschisten gibt, dann findet man sie am ehesten unter den Linken. Es sind Mr. Biden und seine Leute (einschließlich des Löwenanteils der Medien), deren Ansichten sich seit dem 6. Januar 2021 zu dem absoluten Glauben verfestigt haben, dass jede Partei oder jedes politische Glaubenssystem ausser dem eigenen illegitim, unzulässig, unmenschlich, monströs und (ein netter Zug) eine Bedrohung für die Demokratie ist. – Lance Morrow, «Biden's Speech Has It All Backwards», Wall Street Journal, 4. September 2022.

Wir befinden uns nun mitten in einem geokosmischen Wirbelsturm, der sich leicht in einen mundanen und finanziellen Wirbelsturm verwandeln könnte. Aber er könnte ein gutes Ende haben.

Dies ist der mittlere Durchgang der drei zweifachen Halbquadrate von Jupiter zu Saturn und Uranus. In diesem Fall finden die beiden geokosmischen Ereignisse innerhalb einer Woche statt: am 21. und 28. September. Jupiter wird am 21. September sein zweites von drei Halbquadraten zu Saturn bilden. Das erste war am 21. Juli, als der Goldkurs ein Tief bei 1678 $ erreichte und dann nur drei Wochen später um fast 150 $ auf ein Hoch bei 1824 $ anstieg. In der vergangenen Woche hat Gold diese Marke erneut unterschritten, und in dieser Woche steht nun der zweite Durchgang bevor. Der 28. September markiert ausserdem den zweiten von drei Durchgängen eines abnehmenden Jupiter/Uranus-Halbquadrats. Der erste Durchgang fand am 11. Mai statt, beim ersten Schritt abwärts zu einen Doppel-Boden der Aktienindizes, nach dem zweiten Jahres-Hoch vom 21. April und vor dem endgültigen Rückgang vom 16./17. Juni. In dieser Woche möchte ich jedoch den Jupiter-Saturn-Zyklus diskutieren.

Es gibt wahrscheinlich keinen Zyklus, der für Mundanastrologen wichtiger ist als der Jupiter/Saturn-Zyklus. Nun, OK, vielleicht sollte dieser Titel an den 45-jährigen Saturn/Uranus-Zyklus und seine Phasen gehen, wie in «The Ultimate Book on Stock Market Timing Vol 2: Geocosmic Correlations to Investment Cycles» dokumentiert. Aber für mundane Angelegenheiten ausserhalb der Finanzmärkte ist die Korrelation des 20-jährigen Jupiter/Saturn-Zyklus und seiner Phasen kaum zu übertreffen.

Der aktuelle 20-Jahres-Zyklus des Großen Chronokrators, der zur Wintersonnenwende am 20. Dezember 2020 begann, war äußerst wichtig, weil er den 800-jährigen Übergang vom Erdelement zum Luftelement dieses synodischen Zyklus markierte, ein Thema, das in den beiden vorangegangenen Voraussage-Büchern ausführlich behandelt wurde. Was jedoch oft übersehen wird, sind die ersten zehn Jahre dieses Zyklus (zunehmende Phase) und insbesondere dessen erste 1/8-Phase und ihre Korrelation mit sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und militärischen Konflikt-Zyklen.

Wie in meinem ersten Buch «Evolutionäre Astrologie: Die Reise der Seele durch das Horoskop» beschrieben, ist die erste 1/8-Phase eines jeden Zyklus ein Punkt des «Abbruchs», der Zeitpunkt, an dem man die Wahl trifft, mit der neuen Richtung und den Zielen vom Beginn der Zyklus fortzufahren, oder sie abzubrechen. Das erste 1/8 des Zyklus ist auch als zunehmendes Halbquadrat bekannt. Wir sind jetzt an diesem Punkt angelangt. Tatsächlich ist es eine Serie von drei Durchgängen, am 21. Juli, 21. September und schliesslich am 21. März 2023. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass der Oberste Gerichtshof gerade das verfassungsmäßige Recht auf Abtreibung auf nationaler Ebene aufgehoben hat, was es zu einem wichtigen Wahlkampfthema für die Zwischenwahlen macht. Es ist ein weiteres Thema, das die Nation politisch und spirituell spaltet. Und genau hier kommt die gute Nachricht ins Spiel.

So gespalten die USA und der Rest der Welt auch sind – so polarisiert zwischen dem Extremismus der Verschwörungstheorien und den Versuchen, die Territorien anderer Staaten zu unterwerfen, wie es das Saturn/Uranus-Quadrat anzeigt, sowie dem Weg der Mässigung als Fahrplan zu Erfolg und Wachstum, wie es die zunehmende Phase von Jupiter und Saturn (2021–2030) vorgibt – es gibt noch Hoffnung, wenn man diesen Zyklus versteht. Diese erste 1/8-Halbquadratphase wird zu Beginn des Frühjahrs enden. Die Hauptakteure der Störungen und des extremen Fanatismus von Saturn und Uranus werden allmählich schwächer, zumindest aus kosmischer Sicht. Wir werden Saturn in seiner abnehmenden Phase des Quadrats zu Uranus erst in 45 Jahren wieder erleben. Und wenn das Frühjahr 2023 zu Ende geht, werden sich Jupiter und Saturn nicht nur aus ihrer Verbindung mit Uranus lösen, sondern Mitte Juni in ein günstiges zunehmendes Sextil eintreten, eine 1/6-Phase des grösseren Zyklus mit den Themen Aufbau und Wachstum. Wenn der Weg des Ausgleichs und der Mässigung mit einem angemessenen und moderaten Tempo (soweit man sich darauf einstellen kann) anstelle des Versuchs, alles auf einmal zu verändern, an Bedeutung gewinnen soll, ist dies wahrscheinlich die Jahreszeit, in der er beginnt. Dies könnte die Zeit sein, in der Gesellschaften auf der ganzen Welt Schritte unternehmen, um erwachsen zu werden und eine gemeinsame Basis zu finden; um auf Qualitäten zu bauen, die uns verbinden und nicht trennen. Anstatt die Einheit in der Vielfalt zu betonen, beginnen wir zu verstehen, wie wichtig die Vielfalt in der Einheit ist.

Im Moment scheint diese Utopie jedoch noch unrealistisch und in weiter Ferne zu liegen. Ein Jupiter/Saturn-Sextil ist ein harter Arbeiter, und er arbeitet daran, die Früchte seiner Arbeit zu ernten. Wie Jimmy Carter einmal sagte: «Das einzige Hindernis für den Frieden auf der Welt sind die Führer der Welt». Alle wollen den Weltfrieden. Und wie John F. Kennedy einmal sagte: «Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst.» Da sich der Jupiter/Saturn-Zyklus in seiner zunehmenden Phase befindet und bald seine «Abbruch»-Phase verlässt, um in eine neue zyklische Phase des konstruktiven Aufbaus und der Schaffung neuer Gesetze und Bildungsstrukturen (Jupiter und Saturn) einzutreten, die den Gesellschaften bis weit in die Zukunft hinein dienen werden, ist Verantwortung eine wesentliche Qualität, um Wachstum auf allen Ebenen zu schaffen.

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