Astrologischer Finanzbericht - von Raymond Merriman
 

Finanzbericht für die Woche vom 14.1.2019

Rückschau und Vorschau

Federal Reserve Chairman Jerome Powell ist besorgt über die hochschiessenden Schulden der Vereinigten Staaten. "Ich bin darüber sehr beunruhigt," sagte Powell im Economic Club of Washington, D.C. Des Fed Chefs Kommentare kamen als das jährliche US Defizit neue anhaltende Spitzen über einer Billion Dollar erreichte, eine Tatsache, aufgrund derer viele Ökonomen befürchten, dass sie Ärger für kommende Generationen bedeuten könnte. Jährliche Defizite überstiegen zwar schon früher die ein Billion Dollar Grenze, jedoch noch nie während einer anhaltenden ökonomischen Wachstumsphase wie gerade jetzt. Dies schürt Sorgen über das, was geschehen würde, wenn eine Rezession eintritt … Die US Gesamtschulden belaufen sich auf 21.9 Billionen Dollar. Fitch Ratings - eine der top Kredit-Rating Agenturen, welche sowohl Firmen wie Regierungen analysiert - sagte am Mittwoch, dass der anhaltende Regierungs-Shutdown bald beginnt, die Fähigkeit, ein Budget durchzubringen, zu beeinflussen, und dass es sich auf die Triple-A Sovereign Punktzahl auswirken könnte. –Thomas Frank, “Fed Chairman Powell “Very Worried” About Growing Amount of U.S. Debt,” https://www.cnbc.com, January 10, 2019.

Britische Abgeordnete müssen am Dienstag (15. Januar) über Premierministerin Theresa May's viel geschmähten Brexit-Deal abstimmen, mit weniger als drei Monaten Zeit, bis das Vereinigte Königreich sich daran macht, die Europäische Union zu verlassen. Es ist bemerkenswert, dass May's Vorlage, den Block zu verlassen aufeine fast sichere Niederlage zusteuert. Dann bleibt die Aussicht eines vollständigen Kollaps der Regierung, ein ungeordneter EU-Austritt, oder gar die vollständige Aufgabe des gesamten Brexit-Prozesses während der nächsten Wochen … Westminster muss nun entweder die Regierungspläne für einen strukturierten Austritt und relativ enge Wirtschaftsbeziehungenzur EU  akzeptieren oder diesenzurückweisen und damitmassive Unsicherheit über die nächsten Schritte des Landes erzeugen.– Sam Meredith, “A Crunch Brexit Vote is Coming That Could Trigger Even More Political Chaos,  https://www.cnbc.com, January 11, 2019

Die wilden Schwankungen, die wir  im Dezember und anfang Januar erlebten, schienen zu pausieren, als die globalen Aktienmärkte für die meiste Zeit der letzten Woche stetig dazugewonnen haben. Dies mag einen Zusammenhang mit dem Näherrücken der ersten Passage des Jupiter/Neptun-Quadrats von diesem Wochenende am 13. Januar haben. Nicht wie Uranus, der wild ist und extrem stark war bis 9. Januar, ist Neptun mehr wie ein schwimmendes Floss an einem sonnigen Tag in einem ruhigen See ohne Wind und Sorgen. Er ist passiv, was für einen Trader ähnlich ist wie selbstzufrieden zu sein. Und darin liegt die Gefahr, während wir in mehr Uranus-Aspekte steuern, ohne später in der kommenden Woche den Vorteil von viel Neptun-Qualität zu haben. Ohne plötzlich auftauchende, wirklich schlechte Nachrichten oder verstörende Tweets finden Trader Gründe zu investieren, indem sie allmählich steigende Aktien-Preise unterstützen. Die Aktienmärkte rund um den Globus waren generell höher letzte Woche, wobei einige (wie der DJIA) über 10% gegenüber ihren Tiefs vom 26. Dezember gewonnen haben. In den 12 Börsentagen, die diesem Tief folgten, schloss der DJIA an 9 Tagen höher als am Vortag. Und an einem Tag, an dem er tiefer schloss, dem Freitag 11. Januar, verlor er lediglich 5 Punkte. Während dieser 12 Tage stieg der DJIA um mehr als 2300 Punkte vom Tief zum Hoch. Diese Art von Markt-Verhalten kann zu jener mit Neptun assoziierten Selbstzufriedenheit führen, welche zu Verletzlichkeit umschlägt, wenn beunruhigende Nachrichten à la Uranus den Markt treffen.Dies kommt wieder am 18.-21. Januar, +/- drei Tage.

Da ein Credo der Astrologen 'so oben wie unten' lautet, ist es nicht schwierig, eine fundamentale Erklärung für die Verbindung zwischen den 'milden Gewässern' letzter Woche  und den angenehmen, traumähnlichen Qualitäten von Jupiter und Neptun zu finden. Die Abstimmung über das Brexit-Abkommen fand nicht letzte Woche statt. Diesekommt am 15. Januar, gerade recht zur nächsten Portion Uranus. Mit Jupiter, welcher noch immer nahe zu einem Quadrat zu Neptun steht, fragt sich die Welt der Investoren, ob irgend jemand eine Ahnung hat, was das Vereinigte Königreich will und was sie machen werden. Sie könnten es nächste Woche herausfinden. Oder sie merken, dass sie wirklich keine Ahnung davon haben, was sie wirklich wollen, und anstatt abzustimmen, um die Sache zu klären, wird die Angelegenheit immer konfuser, was eine Art normaler Geisteszustand ist, wenn Jupiter ein Quadrat zu Neptun macht. Es ist ein angenehmer Tag auf dem Floss im See wenn du nichts zu tun hast und nichts passiert, was dich stören kann. Aber wenn du versuchst, etwas zu machen, dann ist es wie das Fallen vom Floss und das Realisieren, dass du jetzt im Treibsand bist. Du steckst fest und niemand hilft dir. Sie schauen nur zu und denken: Warum sind diese Leute nur aus dem Boot gestiegen, im Schlamm, anstatt zum gefahrlosen Ufer zu steuern und sicher anzudocken?

Natürlich könnte man dasselbe sagen über den kürzlichen Gesinnungswechsel der US Notenbankbehörde, die beschlossen hat, jetzt 'geduldig' zu sein in bezug auf weitere Zinserhöhungen. Auf diese Neuigkeit fiel der US Dollar, was Währungen, Rohöl und Edelmetalle Unterstützung bot. Rohöl stieg auf das Hoch von letzter Woche von $53,31, eine Zunahme von 25% aus seinem Tief von $42,36 am 24. Dezember. Welch ein Unterschied eine Woche ausmachen kann. Wir könnten dasselbe in den nächsten zwei Wochen auf die umgekehrte Art charakterisieren.

Kurzfristige geokosmische Konstellationen und längerfristige Gedanken

Es gibt noch einen weiteren kosmischen Sturm, der sich am Horizont nähert, wörtlich und bildlich. Am 18. Januar läuft die Sonne ins Quadrat zu Uranus, gefolgt von einer Mondfinsternis mit dem Eintritt der Sonne in den Wassermann am 20.-21. Januar. Ebenfalls am 21. Januar gibt es ein Mars/Saturn-Quadrat, was alles andere als einen angenehmen Tag auf dem Floss in einem friedlichen See bedeutet. Es ist eher wie eine Mücken-Attacke auf sonnenverbrannte Haut. Doch findet dies auch inmitten einer sich bildenden Venus/Jupiter-Konjunktion statt, was sehr nett ist, sich jedoch am 20.-22. Januar im Quadrat zum Neptun ereignet. Eine Gruppe von Signaturen deutet somit einen weiteren Markt-Taucher an, während die andere Gruppe auf eine unvermittelte Markterholung weist. Dies könnte implizieren, dass der US Regierungs-Shutdown dann einen Höhepunkt und eine Auflösung erreicht (18.-25. Januar). Der Durchgang ist frustrierend und drückt den Markt nach unten, aber die Lösung ist abrupt und willkommen, und treibt den Markt nach oben. Bitte beachten Sie, dass dies alles kurzzeitig ausgerichtet ist.

Wir müssen unsere Augen für die meiste Zeit dieses Jahres auf Jupiter in Schütze fokussieren. Obwohl er mit Neptun ein Quadrat bildet, was das Potential für Markt-Hysterie und Panik aufweist, ist diese Geschichte von Jupiter in Schütze mehr bullisch als bearisch, und könnte auch mit einer Markt-Blase korrelieren. Meine Vermutung ist, dass wir in eine ähnliche Periode eintreten wie 2008. Der Aktienmarkt machte ein Allzeit-Hoch im Oktober 2007, das letzte Mal als Jupiter in Schütze war. Die Aktienpreise sind dann im Januar 2008 stark gesunken, und das Fed (US Notenbank) war gezwungen, die Zinsen zu senken. Nach dem Börsen-Tief Ende Januar 2008 hat die Erleichterung der Geldbeschaffung des Fed die Märkte bis Mai 2008 wieder angehoben. Einmal mehr hat der US Aktienmarkt im Oktober 2018 ein neues Allzeit-Hoch erreicht. Danach gab es einen ernsten Fall bis zum späten Dezember, welcher fast 3 Monate gedauert hat wie Oktober 2007-Januar 2008. Dann, in den letzten paar Tagen, meldete sich das Fed und begann, von monetärer Erleichterung zu sprechen (oder zumindest wich es ab vom agressiven Kurs der Zinserhöhungen), und der Aktienmarkt erholte sich schön. Vielleicht war der 26.-27. Dezember das Tief des 4-Jahres-Zyklus, und diese Rallye könnte sich für ein paar Monate fortsetzen, solange Jupiter in Schütze ist, um jedermann zurück in die Selbstgefälligkeit einzulullen, glaubend, dass die Gefahrenzeit vorüber sei.

Und wenn Wiley E Coyote die “Kante des Kliffs” erreicht und entscheiden muss, ob er springt, oder ob er zurückgeht, um der wichtigeren, realen Mauer (Steinbock Ballung in 2020), welche sich derzeit bildet, die eine Mauer aus Schulden ist, entgegenzutreten.

"Voraussagen 2019"

Die jährlichen Voraussagen, die seit 1976 von Raymond A. Merriman verfasst werden, bieten einen einzigartigen, präzisen Ausblick auf das jeweils kommende Jahr. Unter Anwendung von Zyklenforschung und mit Hilfe geokosmischer Faktoren werden in diesen jährlichen "Voraussagen" die politischen, wirtschaftlichen und finanzmarktrelevanten Trends für wichtige Länder und Märkte prognostiziert.