Astrologischer Finanzbericht - von Raymond Merriman
 

Finanzbericht für die Woche vom 16. Juli 2018

Rückschau und Vorschau

„Die Verbraucherpreise sind im Juni kaum gestiegen, aber im unterschwelligen Trend zeigt sich ein steter sich aufbauender Inflationsdruck. Das könnte das FED auf der Schiene einer schrittweisen Zinserhöhung halten. Das Arbeitsministerium erklärte am Donnerstag, der Index der Verbraucherpreise sei wegen der moderat angestiegenen Benzinpreise bei sinkenden Kosten für Bekleidung um 0,1% gestiegen. Im Mai waren es 0,2%. In den 12 Monaten bis Juni 2018 legte der Index der Verbraucherpreise um 2,9% zu, der größte Zuwachs seit Februar 2012. Im Mai waren es 2,8%.“– Reuters, 12. Juli 2018.

„Die Kosten von US-Präsident Trumps Verbrauchssteuern werden nun offenbar. Die Liste der Verbraucherpreise gestern zeigte einen Anstieg der Endkosten bei amerikanischen Waschmaschinen. Im Februar waren sie noch um 7,6% (aufs Jahr bezogen) gesunken. Jetzt wird ein Anstieg von 13,1% gemeldet.“– Paul Donovan, „U.S. Consumers Are Paying the Price of Trade Taxes“ („Die US-Verbraucher zahlen den Preis für die Handelssteuern“), 13. Juli 2018, www.ubs.com/pauldonovan.

In der letzten Woche gab es eine Sonnenfinsternis in Opposition zu Pluto (12./13. Juli) und das Ende zweier Großer Trigone, die zwischen 5. und 14 Juli wirkten. Diese beiden kosmischen Ereignisse sind zueinander recht widersprüchlich. Es ist, als seien wir in zwei Paralleluniversen daheim …, aber welches davon ist das wirkliche?!

Die Sonnenfinsternis mit Pluto verweist auf eine finstere Realität, in der unser Leben ganz und gar von Mächten und Ereignissen bestimmt werden, die sich unserer Kontrolle entziehen. Die großen Trigone, besonders dasjenige, welches das Jupiter/Neptun-Trigon in Wasserzeichen auslöst, scheinen ein Fest der Liebe unter denen anzudeuten, die alle an demselben Ideal eines Himmels auf Erden arbeiten.

Am Donnerstag war das Thema der Finsternis in Opposition zu Pluto voll erkennbar. Die Nachrichten sprachen von der großen Uneinigkeit beim Treffen der NATO-Mitglieder. Für Ärger sorgte der Konfrontationsstil von Trump, der die NATO-Mitglieder ermahnte, mehr Mittel für ihre eigene Verteidigung aufzuwenden und sich nicht sich so stark auf die USA zu verlassen. Bei dieser Sache, aber auch aufgrund von Zeitungsinterviews in Großbritannien stellten sich Trumps Kommentare als Beleidigung der deutschen Kanzlerin Merkel dar, aber ebenso gegenüber seiner Gastgeberin, der britischen Premierministerin Teresa May. Anderntags am Freitag übernahm das Paralleluniversum die Führung, als Trump erklärte, das NATO-Treffen sei ein voller Erfolg gewesen, alle seien auf einer Linie, und seine Worte über Merkel und May seien falsch zitiert worden. Diese pries er als außergewöhnliche Politiker, mit denen er bestens auskomme. Dann kam er wieder auf sein Lieblingsthema zu sprechen, die „Lügenpresse“. Das Thema Medien ist freilich Gegenstand zunehmender Besorgnis. Pluto läuft auf die Opposition zum Radix-Merkur der USA zu, die in einigen Jahren exakt ist. Merkur steht für die Medien einer Nation, die Quellen von aktuellen Nachrichten und Analysen. Pluto im Transit zu Merkur könnte den Versuch darstellen, die Medien auszuschalten, wenn man nicht aufpasst. Aber das ist etwas für eine andere Kolumne.

Dennoch (oder vielleicht auch deswegen) zeigten sich viele internationale Aktienmärkte unter diesen Konstellationen in guter Verfassung. Das galt auch für den NASDAQ, der auf ein weiteres Allzeit-Hoch stieg. Das erste dieser Großen Trigone bezog Sonne, Jupiter und Neptun ein, 5. bis 8. Juni, gefolgt von der erneuten Direktläufigkeit von Jupiter am 10. Juli. Wenn Jupiter-Transite betont sind, ist das oft sehr günstig für Aktienmärkte. Das war auch dieses Mal der Fall. Einige Indizes, etwa in China und in Japan, beendeten ihre jüngsten Rückgänge genau am 5. Juli, als das erste Trigon seine Wirkung entfaltete. Nahezu alle Indizes setzten ihre eindrucksvollen Rallyes bis zum Ende der letzten Woche fort.

Keine Überraschung war jedoch, dass der Jupiter-Einfluss für die Edelmetalle nicht so günstig ausging. Gold fiel am Freitag auf 1234 US-Dollar, den tiefsten Stand seit Juli 2017, unter dem Tief des 11-Monate-Zyklus vom Dezember 2017. Auch Silber fiel auf den tiefsten Stand 2018, hielt jedoch über dem Tief vom Dezember 2017, was den ersten Schritt zu einem Fall bullischer Intermarkt-Divergenz darstellt. Jetzt warten wir, wie sich der Markt entwickelt, wenn der heliozentrische Merkur in den nächsten zwölf Tagen durch das Zeichen Schütze läuft. In vielen Fällen ist das eine bullische Zeit für Gold. Aber etwa 20% der historisch belegten Fälle ist dessen stattdessen äußerst bärisch. Der BitCoin hat offensichtlich seine (nahezu) 20%-Rallye der letzten zwei Wochen beendet und schlossen die Woche wieder in den unteren 6000 ab.

Kurzfristige geokosmische Konstellationen

Sonnenfinsternis bzw. Neumond und die zwei Großen Trigone beenden mit dem 14. Juli ihre Wirkung. Und dann?

Wie in der letzten Kolumne diskutiert, „ändert sich die kosmische Dynamik nach dem 14. Juli. Die Sonne läuft auf ein T-Quadrat mit Mars und Uranus zu, 25. Juli bis 1. August. Dann wird Uranus am 7. August erneut direktläufig. All dies findet während der nächsten Merkur-Rückläufigkeit statt, 25. Juli bis 19. August.“ Die Widersprüchlichkeit zwischen den Paralleluniversen der Realität einiger Politiker und der Realität anderer wird umso deutlicher, wenn wir den Übergang von Neumond bzw. Sonnenfinsternis zur noch potenteren Mondfinsternis am 27. Juli anschauen. Die Mondfinsternis steht in Konjunktion mit dem rückläufigen Mars im Wassermann und bildet mit Uranus, dem Herrscher über Wassermann, gemeinsam ein fixes T-Quadrat. Diese kosmische Signatur tritt zudem einen Tag nach Beginn der Merkur-Rückläufigkeit in Löwe ein. Wie und womit fangen wir an, um das zu verstehen?

Wir wollen mit dem rückläufigen Mars starten, 26. Juni bis 27. August. Mars liebt es, Neues zu beginnen. Wenn Mars allerdings rückläufig ist, und insbesondere, wenn er dabei ist, ein Zeichen (Wassermann) in Richtung auf ein anderes zu verlassen (Steinbock), leistet er sich nicht immer den Luxus, den eingeschlagenen Weg auch zu vollenden. Die Dinge ändern sich. Die Leute ändern ihre Absichten und Ansichten. Diese Mars-Betonung mag im Zusammenhang mit den jüngsten Versuchen stehen, Nordkorea zur atomaren Abrüstung zu bewegen, Nordkorea erklärte zuerst, es stimme mit allen Dingen, die Trump gefordert bzw. stillschweigend eingeschlossen habe, überein. Letzte Woche änderte sich dann der Kurs.

Was diese Phase von Ende Juli und Anfang August potentiell gefährlicher macht, ist, dass der rückläufige Mars ein Quadrat zu Uranus bildet. Das sind zwei sprunghafte und zudem gewalttätige Planeten, die noch durch die Mondfinsternis vom 27. Juli angefeuert werden, und das nur wenige Tage, bevor Uranus rückläufig wird. Wie zuvor erörtert, ist Uranus das Element der Überraschung, des plötzlichen Umschwungs. Das betrifft nicht nur Politik bzw. Wirtschaftspolitik, es betrifft auch die Finanzmärkte. Und das ist alles andere als eine stabile und tröstliche Konstellation. Wer danach strebt, Verständnis und Rückversicherung zu erleben, stellt fest, dass dies nicht die Zeit emotionaler Unterstützung ist. Jetzt sollte man sich scharfer Kritik enthalten, denn das könnte Gegenreaktionen auslösen. Aber die eigentliche Gefahr liegt in den Handlungen derer, die sich mental und emotional keine Hemmungen auferlegen. Die kleinste Offensive, die bloß eingebildete Provokation kann eine unerwartete bizarre Reaktion auslösen. Das kann auch Gewalt bedeuten! In dieser Zeit, 1. August ± 1 Woche, sollte man langsam bis zehn zählen, sollte sich auf eine Mediation einlassen, sollte langsam ein- und ausatmen, bis zu Zehn – nun, so hoch wie möglich. Die, die nicht atmen wollen oder können, erleben womöglich das genaue Gegenteil von Frieden: Herzrasen mit physischen und geistigen Belastungen kurz vor der Explosion.

Okay, so viel zur Gefahrenwarnung des kosmischen Settings. Wie kann diese Energie in konstruktive Bahnen gelenkt werden? Denken Sie quer. Betrachten Sie die Probleme und Themen, die vor Ihnen liegen, und überlegen Sie, welche Handlungen und Reaktionen Sie noch nie zuvor versucht haben, um zu einer Lösung zu kommen. Brechen Sie die alten Gewohnheitsmuster auf, die schon längst nicht mehr funktionieren. Denken Sie etwas Neues, denn jetzt ist die Zeit für Erfindungsreichtum und originäres Denken gegeben.

Ja, ich weiß, das hier ist ein Marktbericht – und ich gebe hier psychologische Ratschläge. Jetzt also der Rat für Markt-Trader. Erwarten Sie gewaltige Kursausschläge wenn es zu unerwarteten Ereignissen und plötzlichen Änderungen bei Vorhaben und in der Politik kommt. Machen Sie sich klar, dass keine Unterstützungs-, keine Widerstands-Linie sicher gegenüber einem Durchbruch ist. Das gilt entsprechend auch auf anderen Gebieten! Viele Märkte können um 25. Juli bis 9. August weit heftiger abstürzen oder weit spektakulärer steigen, als man sich vorstellen konnte. Und dann kann es entsprechend in die Gegenrichtung gehen. Kaufen Sie keine Unterstützungslinie, warten Sie mit dem Kauf bis dass der Kurs unter der Unterstützungslinie steht. Verkaufen Sie keine Widerstandslinie, warten Sie bis zur gänzlichen Ausschöpfung (und davon gibt es eine Menge). Achten Sie ganz sorgfältig auf starke Bewegungen und Umschwünge bei technischen Aktien und bei Weizen. Das Wetter, plötzliche Naturereignisse sowie Pannen im Stromnetz können Schäden verursachen. Die Luft kann hoch elektrisch sein. Manche Leute erleben gewaltige Anziehung zueinander. Aber das geht nicht immer mit Normalität und Sicherheit einher. Im Zweifel gehen Sie lieber auf Nummer Sicher!

Und vor allem führen Sie keine unnötigen Auseinandersetzungen (gibt es das überhaupt), rasten Sie nicht aus, meiden Sie den Umgang mit Verrückten, denn die geben die Regeln vor, sofern Sie das zulassen. Seien Sie brillant und entdecken Sie Neues aufgrund Ihrer eigenen Suche. Es kann eine Zeit des Erwachens sein oder aber der Abrechnung. Die Sonnenfinsternis der letzten Woche in Opposition zu Pluto fiel auf denselben Grad im Steinbock wie die Uranus/Neptun-Konjunktion 1993. Die Finsternis nimmt darum die Energie jener Zeit und jener Konjunktion an. Sie erinnern sich vielleicht, dass damals das Internet die Art und Weise unserer Kommunikation und unserer Geschäftstätigkeit untereinander revolutionierte.

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