Astrologischer Finanzbericht - von Raymond Merriman
 

Finanzbericht für die Woche vom 18.2.2019

Rückschau und Vorschau

„Die Weltwirtschaft schwächt sich sehr rasch ab und deshalb wird sich die Geldpolitik überall lockern, so dass der Ausblick mehr Inflation erwarten lässt, was Gold hilft“, sagt Alasdair Macleod, Forschungsleiter bei GoldMoney.com. („Gold Scales 2-Week Peak”, Reuters, 15. Februar 2019)

Die Aktien haben ihre überhitzte Rallye letzte Woche fortgesetzt, mit neuen Höchstständen für 2019 in den US Indizes. Der Dow Jones Industrial Average zum Beispiel hat mir 25.883 abgeschlossen, ein Plus von 777 Punkten für die Woche und 443 Punkte allein am Freitag; und dies trotz Präsident Trumps „Mars/Uranus-Konjunktion“ überraschender Ankündigung, dass er ein Dekret erlassen wird, um „die Mauer zu bauen“. Für einen Mundan-Astrologen war dies mit Saturn im Steinbock (2018 – 2020) praktisch vorbestimmt, beide beherrschen „Mauern“. Dies war allerdings nicht der wirkliche Grund, warum die Aktienwerte eine so starke Rallye hingelegt haben. Es hat mehr mit den ermutigenden Nachrichten von den Handelsgesprächen zwischen den USA und China zu tun, die astrologisch Jupiter im Schützen entsprechen (der Planet und das Zeichen beherrschen den Welthandel). Sie werden aller Voraussicht nach bald zu einer Art von Vereinbarung kommen, auch wenn Jupiter ein Quadrat zu Neptun bildet. Der „Spin“ der Vereinbarung dürfte sehr viel größer sein als die Realität dessen, was sie wirklich bringt oder durchgesetzt werden kann.

In Europa haben der Niederländische AEX, der Zürcher SMI und der Londoner FTSE Index letzte Woche neue Höchststände für 2019 erreicht, allerdings nicht der deutsche DAX aufgrund eines möglichen Falls einer bärischen Intermarkt-Divergenz in einer MMA- Kritischen Umschwungzone.

Im fernen Osten gab es auch verschiedene Tüten. Chinas Shanghai Composite, Hong Kongs Hang Seng, and Tokyos Nikkei haben eine Rallye zu neuen Höchstständen für 2019 hingelegt. Australiens ASX hat das gerade verpasst, während Indiens Nifty Index einer der wenigen Märkte war, die letzte Woche abgestürzt sind.

In Amerika haben der S&P, DJIA und NASDAQ neue Höchststände für dieses Jahr erreicht, während Argentiniens Merval Index auf einen neuen Allzeit-Höchststand explodiert ist. Brasiliens Bovespa ist auch gestiegen, aber nicht ganz auf einen neuen Allzeit-Höchststand.

Auf anderen Märkten sind Gold, Silber, der Euro und der Yen am 14. Februar auf einen Tiefststand für etliche Wochen gefallen. Rohöl hat dagegen wie viele Aktien-Indizes eine Rallye auf einen neuen Höchststand für dieses Jahr hingelegt. Bitcoin ist recht stark in die Woche gestartet, geriet dann aber wieder in einen Seitwärtstrend und drückte sich beim Börsenschluss am Freitag um 3550 herum. 

Kurzfristige geokosmische Signaturen und längerfristige Gedanken

„Die nationale Verschuldung hat am Donnerstag, den 12. Februar zum ersten Mal $ 22 Billionen überschritten, ein Meilenstein, bei dem Experten warnten, es sei ein weiterer Beleg dafür, dass sich das Land auf einem unaufhaltsamen Weg befindet, der die wirtschaftliche Sicherheit jedes einzelnen Amerikaners gefährden könnte … Die nationale Verschuldung ist in der Folge von Präsident Donald Trumps $ 1.5 Billionen Steuersenkungs-Paket vor knapp einem Jahr noch schneller gestiegen … Mit der Zeit kann das die Zinssätze für Verbraucher und Gewerbe in die Höhe treiben, was auch die Sätze für Hypotheken, Firmen-Anleihen und andere Arten von Verbraucher- und Gewerbe-Krediten anstupsen wird“. (Michael Collins, “National Debt Tops $22 Trillion for First Time,” USA Today, 14. Februar 2019).

„Es gibt drei Arten von Lügen: Lügen, verdammte Lügen und Statistiken.“ Benjamin Disraeli zugeschrieben von Mark Twin in: „Chapters from My Autobiography," North American Review No. DCXVIII (5. Juli 1907).

Das ist die Natur von Jupiter im Schützen im Quadrat zu Neptun in den Fischen. Überall gibt es Zwischentöne, und die Zwischentöne werden gewöhnlich von der Tendenz zur Übertreibung bestimmt, was unter die Dominanz von Jupiter und seinem Herrscherzeichen Schütze fällt. Fügt man die Tendenz zur Verbreitung inkorrekter Fakten, irreführender Informationen und ungenauer Geschichten hinzu, die eine versteckte Botschaft beinhalten, um die Aufmerksamkeit von dem wirklich Wichtigen abzulenken, dann bekommt man eine Idee von dem kollektiven psychologischen Klima, in dem wir uns in diesem Jahr befinden. Im Bezug auf die Psychologie des Marktes ist das der Saft, der zum „irrationalen Überschwang“ führen kann, zu Wunschdenken und der Neigung, alles für wundervoll zu halten, wenn es – bestenfalls – unsicher, unbekannt und verwirrend ist. So fallen oder steigen die Märkte  im Extremfall ohne rationale Basis. Das haben wir im Dezember gesehen, als die Kapitalmärkte hart gefallen sind, und wir sehen es womöglich nun wieder, da die Kapitalmärkte seit acht aufeinanderfolgenden Wochen eine Rallye hinlegen.      

Für Finanz-Astrologen passt das zum Handlungsstrang von Jupiter im Quadrat zu Neptun, jeder in seinem Herrscherzeichen. An manchen Punkten wird die Realität zuschlagen, so wie die Realität, dass die Schuldenfrage nicht unter Kontrolle ist. Dieser Weckruf kommt bald, vermutlich 2020, wenn das Jupiter/Neptun-Quadrat den Weg für das Steinbock-Stellium frei macht undJupiter, Saturn, Pluto sowieder Südknoten der Mondknotenachse durch den Steinbock wandern und Konjunktionen miteinander bilden. Wenn der Schütze übertreibt, dann ist der Steinbock viel kritischer und differenzierter, berechnender und sich auf das Schlimmste einstellend, statt überschätzend und das Beste annehmend. Dieses Jahr 2019 ist das „Setup“ zu dem, was wir 2020 – 2021 kollektiv erleben werden. Es ist ein Wechsel vom halb vollen Glas zum halb leeren - vielleicht fast leeren.

Diese Woche könnten wir einen ersten flüchtigen Eindruck von der zukünftigen Realität bekommen. Die Venus steht vom 18. – 22. Februar in Konjunktion zu Saturn und Pluto, was eine Vorschau für das ist, was wir sehen, wenn Saturn und Pluto am 12. Januar 2020 wirklich in ihre Konjunktion eintreten.

Die Konjunktion von Venus, Saturn und Pluto in dieser Woche folgt der Zeit des letzten Monats, als die Venus vom 20. – 22. Januar in Konjunktion zu Jupiter und im Quadrat zu Neptun stand. Diese Übergänge der Venus zunächst über das Jupiter/Neptun-Quadrat und dann über die Saturn/Pluto-Konjunktion ist eine symbolische Vorschau für das größere Bild des Jupiter/Neptun-Quadrats von Januar – September 2019, gefolgt von der Saturn/Pluto-Konjunktion vomJanuar 2020 mit Auswirkungen, die weit ins Jahr2020 hineinreichen. Wie man sehen kann, ging es mit den Märkten zunächst nach oben und nun wollen wir sehen, ob wir mit der Venus-Saturn-Pluto-Konjunktion in der kommenden Woche einen Rückschlag erleben.

Ein noch wichtigerer Übergang zu diesen Aspekten folgt mit der Sonne im März und April. Das heißt, die Sonne steht vom 6. – 13. März in Konjunktion mit Neptun und im Quadrat zum Jupiter und läuft dann weiter in ein Quadrat zu Saturn und Pluto vom 10. – 13. April. Insofern bietet diese Periode eine weitere Vorschau auf das was kommen wird, wenn nicht spezifisch bezüglich des Marktverhaltens, so doch im Hinblickauf die entsprechendenpolitischen und ökonomischen Szenarien. Das bedeutet zunächst Hoffnungen und Wünsche, gefärbt mit der wahnhaften Vision „was sein könnte“, gefolgt von einem Schlag ins Gesicht, als Ausdruckder kalten Realität, womöglich verbunden mit der Schuldenfrage. Es ist sehr interessant, die wachsende Aufmerksamkeit für viele sozialistische Grundsätze zu sehen, wie kostenlose Ausbildung auf dem College, ein garantiertes jährliches Grundeinkommen vonseitender Regierung für jeden, auch jenen der nicht arbeitet, bis zur medizinischen Versorgung für alle, während Berichten zufolge die nationalen Schulden gleichzeitig auf $ 22 Billiarden steigen würden. Diese „parallele Realität“ findet statt, während wir den ersten Übergang der Venus über Jupiter und Neptun (Wünsche, Hoffnungen, wahnhafte Visionen) verlassen und diese Woche zur Venus-Konjunktion mit Pluto und Saturn (Härte, Kälte, Realität, einschließlich Schulden) weitergehen. Die Steuersenkung (Pluto) hat nicht den erwarteten Anstieg der Einnahmen für die US-Staatskasse gebracht. Ich nehme aber an, das alles wird bald vergessen sein, wenn wir uns dem Übergang der Sonne zu dem Jupiter/Neptun-Quadrat im März nähern – bis zum April, wenn danndie Verschuldung erneut einen Punkt großer Besorgnis erreicht und Schlagzeilen macht.  

Jeder Übergang eines schnelleren Planeten über Jupiter/Neptun , gefolgt von dem Übergang desselben Planeten über Saturn und Pluto kurz danach, wird die Muster vermutlich aufzeigen: Zunächst Optimismus, basierend auf Hoffnungen und Wünschen, dann Sorge, basierend auf „Wie können wir uns dies mit solchen Schulden leisten?“ Dieses Vor- und Zurück-Muster bringt immer weniger Optimismus und immer mehr Besorgnis hervor, je näher wir 2020 kommen. Die Gefahr für Trader und Anleger besteht darin, dass sie selbstgefällig werden, denn jedem Abschwung des Marktes folgte immer noch eine solide Rallye, bis sich Jupiter und Neptun schließlich ab September voneinander entfernen. Die Gefahr für die Regierungsorgane, Firmen und Individuen besteht darin, dass sie, wenn sie nicht umsichtig sind, auf eine Bonitätskrise,  wie Insolvenz (ein klassisches Jupiter/Neptun Ereignis) zusteuern und sie weit mehr ausgeben müssen als sie können, weil sie sich im falschen Glauben wiegten, dass alles in Ordnung sei und alles klappen würde.     

Es ist wichtig, diese Dynamik zu verstehen. Es mag schwierig sein, die genauen Entwicklungen an den Finanzmärkten in diesen Tagen zu erkennen, vor allem, wenn man keine geokosmischen Indikatoren benutzt. Wenn man aber die vorherrschende kollektive Psychologie versteht, kann man sehen, warum diese Art von Muster und die Wahrscheinlichkeit, dass die Selbstzufriedenheit der Anleger zunimmt, ein „Setup" für ein ziemlich gefährliches Marktklima schaffen kann, das sich sehr wohl nähern könnte. Das ist ein Grund, warum Anlegern geraten wird, darüber nachzudenken, wie sie von „Marktrisiko" zu "Bargeld" oder bestimmten Rohstoffen - wenn nicht bereits geschehen - übergehen können, denn wenn die psychologische Blase der Selbstzufriedenheit platzt, wird Bargeld König sein. So laufen die Dinge gewöhnlich, wenn Saturn innerhalb eines Jahres in harte Aspekte zu Pluto und Uranus tritt, was 2020-2021 erstmals seit 2008-2010 und davor 2000-2002 der Fall sein wird.

"Voraussagen 2019"

Die jährlichen Voraussagen, die seit 1976 von Raymond A. Merriman verfasst werden, bieten einen einzigartigen, präzisen Ausblick auf das jeweils kommende Jahr. Unter Anwendung von Zyklenforschung und mit Hilfe geokosmischer Faktoren werden in diesen jährlichen "Voraussagen" die politischen, wirtschaftlichen und finanzmarktrelevanten Trends für wichtige Länder und Märkte prognostiziert.