Astrologischer Finanzbericht - von Raymond Merriman
 

Finanzbericht für die Woche vom 16. Februar 2026

Diese Kolumne wird jede Woche von einem MMA-Analysten im Rahmen unserer rotierenden Autorenreihe verfasst und bietet den Lesern eine Reihe von Perspektiven innerhalb des Markt-Timing-Rahmens von MMA.

Hinweis auf einen Marktfeiertag: Die US-Aktien- und Anleihemärkte bleiben am Montag, dem 16. Februar, geschlossen. Das Traden wird am Dienstag, dem 17. Februar, wieder aufgenommen.

Wyatt Fellows ist Herausgeber des MMA Cycles Report, der in der Woche vom 23. Februar erscheint und sich mit den Märkten für Mais, Weizen und Sojabohnen befasst. Zusammen mit Ray Merriman ist er außerdem leitender MMA-Analyst für den MMA Weekly Report und den MMA Monthly Report zum Goldmarkt.

Rückblick

«Die Renditen für Staatsanleihen sinken nach einem geringer als erwarteten Anstieg des US-Verbraucherpreisindex und vor einer verkürzten Woche, in der das FED seine bevorzugte Inflationskennzahl veröffentlicht. Der Verbraucherpreisindex verlangsamte sich im Januar auf 2,4 % gegenüber 2,7 % im Dezember, aber das könnte nicht ausreichen, um das FED zu einer Zinssenkung zu bewegen, da der Arbeitsmarkt weiterhin robust ist.» – «Treasury Yields Fall as U.S. Inflation Cools», The Wall Street Journal, 13. Februar 2026.

«Die Skeptiker in Washington wurden am Mittwochmorgen zum Schweigen gebracht, als der Arbeitsmarktbericht für Januar die Erwartungen übertraf und eine widerstandsfähige amerikanische Erwerbsbevölkerung zeigte, die zu Jahresbeginn 130.000 neue Arbeitsplätze geschaffen hat. Während Experten einen winterlichen Einbruch bei den Neueinstellungen prognostiziert hatten, erzählt die Arbeitslosenquote von 4,3 % eine andere Geschichte – nämlich die einer Main Street Economy, die neue Stärke zeigt.» – Kristen Altus, «Expert Credits Trump Tax Certainty for Economic Confidence, Americans Returning to Workforce», 11. Februar 2026, www.foxbusinessnews.com.

Für die meisten Aktienmärkte weltweit war es eine ruhige Woche zum Traden. Das ist etwas überraschend, wenn man bedenkt, dass aufgrund eines weiteren kurzen Shutdowns der Regierung die Verbraucherpreisindex-, Erzeugerpreisindex- und Beschäftigungszahlen alle in derselben Woche veröffentlicht wurden. 

In den USA erreichte der DJIA mit 50.512 Punkten ein neues Allzeithoch (falls Sie es nicht wussten: Der DJIA lag über 50.000 Punkten, genau wie Generalstaatsanwältin Pamela Bondi in den Kongressanhörungen der vergangenen Woche verkündet hatte!) Der S&P und der Nasdaq konnten jedoch ihre Allzeithochs vom 28. Januar bzw. 30. Oktober 2025 nicht übertreffen. Dies stellt einen Fall von bärischer Intermarkt-Divergenz dar, der Konsequenzen haben könnte, wenn er nicht bald korrigiert wird.

Auf der anderen Seite des Atlantiks ist ein ähnlicher Fall einer bärischen Intermarkt-Divergenz zu beobachten. Der FTSE 100 verzeichnete ein neues Allzeithoch, ebenso wie der Zürcher SMI. Der deutsche DAX verfehlte jedoch ein neues Hoch, konnte die Woche aber dennoch positiv abschließen.

An den asiatischen Märkten schlossen der Hang Seng und der Shanghai Composite leicht höher, beendeten die Woche jedoch mit einer bärischen Tendenz. Der Nikkei stach besonders hervor, stieg auf ein neues Allzeithoch und schloss die Woche mit einem Plus von 2688 Punkten.

Bei den Metallen verlief die Woche ruhig, wenn man die Volatilität berücksichtigt, die seit Beginn des neuen Jahres auf diesen Märkten herrscht. Gold, Silber und Platin beendeten die Woche weitgehend unverändert, während Kupfer mit einem Minus schloss. Allerdings scheint die Erholung des Goldkurses noch nicht abgeschlossen zu sein, und die weißen Metalle scheinen auf den Wochen-Charts ein bullisches inverses Kopf-Schulter-Muster zu bilden. Vielleicht wird die Volatilität nächste Woche wieder zunehmen? Rohöl beendete die Woche mit einem Minus, ebenso wie Erdgas, nachdem die Spekulationen über eine Invasion des Iran nach dem Wochenende abgeklungen waren. Der größte Gewinner der Woche könnten die Getreidemärkte sein. Sowohl Sojabohnen als auch Weizen legten kräftig zu und erreichten Kurse, die seit November letzten Jahres nicht mehr gesehen wurden, während Mais einen moderaten Anstieg verzeichnete. Die Getreidemärkte zeigen derzeit eine relative Stärke, was ein Vorbote für die Zukunft sein könnte. Mehr dazu weiter unten.

Der Markt für Staatsanleihen verzeichnete eine Nachfrage, wobei die T-Note-Futures 113/075 erreichten und die Woche knapp unterhalb einer wichtigen technischen Widerstandsmarke schlossen. Steigende T-Note-Futures sind gleichbedeutend mit fallenden Zinsen, da sich Anleihekurse und Renditen umgekehrt entwickeln, was darauf hindeutet, dass der Anleihemarkt nach der Veröffentlichung der Wirtschaftsberichte dieser Woche nicht mit Inflation oder Zinserhöhungen rechnet. Ganz im Gegenteil sogar.

Auf den Kryptomärkten fanden die HODLer (Investoren, die «um ihr Leben kämpfen» [engl.: «hold on for dear life»]) etwas Trost in der Tatsache, dass Bitcoin und Ethereum in der vergangenen Woche kein neues Mehrwochentief erreicht haben. Allerdings schlossen beide die Woche mit einem leichten Minus. Da Bitcoin jedoch erst ein Drittel seines derzeit bärischen Primärzyklus durchlaufen hat, könnte es leider noch schlimmer kommen, bevor es besser wird.

Kurzfristige geokosmische Gedanken

«Das von den Republikanern dominierte Repräsentantenhaus verabschiedete am Mittwoch eine Resolution, die darauf abzielt, die von Präsident Trump gegen Kanada verhängten Zölle zurückzunehmen, da sich ein halbes Dutzend Republikaner den Demokraten anschloss und die charakteristische Wirtschaftspolitik der Regierung kritisierte. Die Demokraten planen weitere Abstimmungen gegen Zölle, die sich gegen Trumps Abgaben für Brasilien und andere Nationen richten und die den republikanischen Parteivorstand in den kommenden Wochen erneut spalten könnten.» – Greg Ip und Olivia Beavers, «GOP-led House Rejects Trump’s Tariffs on Canada», The Wall Street Journal, 11. Februar 2026.

Uranus steht genau auf dem MC von Präsident Trump und bildet ein Quadrat zu seinem Radix-Mars/Aszendenten auf 26–29 Grad Löwe. Dieses angespannte Quadrat wird durch die persönlichen Planeten (Merkur, Venus, Mars und Sonne) aktiviert, die nacheinander einen harten Aspekt zu Uranus bilden, während sie sich aus dem Wassermann in die Fische bewegen. Tatsächlich steht die Sonnenfinsternis vom 17. Februar im Quadrat zu Uranus, was auf unerwartete Überraschungen, Chaos und Störungen hindeutet. Dies wirkt sich nicht nur auf die öffentliche Wahrnehmung des Präsidenten selbst aus, sondern auch auf seine Arbeit (siehe Minnesota und ICE).

Der Präsident hat es auch zunehmend schwerer, seinen Willen durchzusetzen. Dies ist ein Zeichen für den Widerstand (nicht zuletzt aus den Reihen seiner eigenen Partei), da sich allmählich Rebellion gegen Teile seiner Agenda regt, darunter auch gegen eine seiner wichtigsten wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die Zölle. Auch nach der Sonnenfinsternis sieht es für Präsident Trump nicht viel besser aus, wenn der Mars am 27. Februar mit einem Quadrat zu Uranus den Schlusspunkt setzt. Hinzu kommt, dass der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten am 20. Februar (am selben Tag wie die Saturn/Neptun-Konjunktion – so etwas kann man sich einfach nicht ausdenken) sein Urteil über die Rechtmäßigkeit von Trumps Zöllen verkünden könnte. Sollte in dieser für den Präsidenten turbulenten Zeit tatsächlich ein Urteil gefällt werden, stehen die Chancen nicht gut, dass es zu seinen Gunsten ausfällt.

Dieses kosmische Setup aktiviert erneut den TUMDI (Trump Uranus Market Disruption Indicator), einen Begriff, den Ray letztes Jahr geprägt hat, nachdem er beobachtet hatte, dass Trump dazu neigt, in Zeiten erhöhter Uranus-Aktivität kühne Aussagen zu machen, die die Märkte stören. Da der Dow Jones und der S&P gerade neue Allzeithochs erreicht haben, gibt es derzeit viel «Luft» unter den Indizes. Es würde nicht viel brauchen, um den TUMDI zu aktivieren und die US-Märkte in ihren größten Einbruch seit der Mini-Panik vom April 2025 zu stürzen, als er erstmals seine «Liberation Day»-Zölle ankündigte. Dies gilt insbesondere jetzt, da wir in die Schattenphase des rückläufigen Merkurs eingetreten sind. Der Trickster könnte dieses Mal etwas früher ins Spiel kommen, während sein großer Bruder Uranus auf dem Spielplatz «das Sagen hat».

Längerfristige Überlegungen und Meinungen

In einer kostenlosen wöchentlichen Kolumne, die ich vor fast genau einem Jahr verfasst habe, habe ich meine Erkenntnisse über die bevorstehende Saturn/Neptun-Konjunktion und deren Zusammenhang mit Kursanstiegen auf den Getreidemärkten dargelegt. Die Ursache war größtenteils wetterbedingt, vor allem aufgrund von Dürren, die wiederum zu einem Rückgang des verfügbaren Angebots führten. Die Folge war, dass die Getreidekurse irgendwann vor der Konjunktion (oft mehr als ein Jahr zuvor) ihr Tief erreichten und dann innerhalb von 12–13 Monaten nach dem exakten Aspekt ihr Hoch erzielten. Ähnliches scheint sich diesmal wieder abzuzeichnen, wenn Saturn am 20. Februar mit Neptun in Konjunktion steht. Mais, Sojabohnen und Weizen erreichten im August 2024 (etwa zur Zeit des zunehmenden Quadrats zwischen Jupiter und Saturn) ihre langfristigen Tiefs und zeigen nun allmählich konstruktive Chartmuster auf den Wochen-Charts. Im Fall von Sojabohnen (ein Markt, den wir in unseren wöchentlichen und monatlichen MMA-Berichten behandeln [nur auf Englisch, Anm. d. Übers.]) stehen sie kurz vor einem potenziellen bullischen Primärzyklus und durchbrechen eine mehrjährige Abwärtstrendlinie, die vom Hoch von 2022 ausgeht.

Für Terminmärkte wie Getreide lässt sich am besten sagen: «Rohstoffmärkte funktionieren nach dem Prinzip der Rotation. Das Geld fließt aus dem Überschuss von gestern in den Mangel von morgen, lange bevor sich die Fundamentaldaten in einem Chart niederschlagen.» Wenn Kapital rotieren will, kann es dies mit aller Macht tun. Der Trick besteht darin, sich nicht von der vorangegangenen Bewegung in den Schlaf wiegen zu lassen.

Anmerkung

1) DER MMA-TRADER-RETREAT 2026 FINDET VOM 20. BIS 24. MAI IN LAKE BLED, SLOWENIEN, STATT!!! Diese viertägige Sonderveranstaltung konzentriert sich auf Trading-Strategien für Positions- und kurzfristige Trader für das Jahr 2026. Sie behandelt die einzigartigen, evidenzbasierten MMA-Methoden zur Identifizierung von Primär-, Primär-Halbzyklen, Hauptzyklen und Handelszyklen. Anschliessend werden diese Markt-Timing-Techniken (Zyklen und geokosmische Studien) auf die aktuelle Situation an den Aktienmärkten, bei Gold, Silber, Bitcoin, Währungen, Zinssätzen und Getreidemärkten angewendet, mit Strategien für jeden einzelnen Markt sowohl kurzfristig als auch mittelfristig.

Ausserdem gibt es spezielle Vorträge und interaktive Diskussionen zu aktuellen und zukünftigen weltweiten Bedingungen, die sich wahrscheinlich auf die Finanzmärkte auswirken werden. Diese Vorträge werden von den weltbekannten Astrologen Claude Weiss (Schweiz), Christeen Skinner (Grossbritannien), Christof Niederwieser (Deutschland), Pouyan Zolfagharnia (Grossbritannien) und Raymond Merriman (USA) geleitet. Zu ihnen gesellen sich MMTA-Direktorin Wiebke Held (Deutschland) und die MMA-Analysten Wyatt Fellows (USA), Ulric Aspegrén (Schweiz), Gianni Di Poce (USA) sowie MMA-Trading-Coach Rita Perea (USA), die über die MMA-Timing-Methodik und Trading-Strategien referieren werden.

Die Anmeldung ist jetzt möglich (bei MMA Amerika), wobei Frühbucher einen Sonderrabatt erhalten. Die Vorträge werden auch über Zoom für diejenigen verfügbar sein, die nicht persönlich teilnehmen können, und Aufzeichnungen mit PowerPoint-Folien werden allen Teilnehmern unmittelbar nach den Vorträgen jedes Tages zur Verfügung gestellt. Für den Zeitplan, die Anmeldung, die Biografien der Referenten, die Themenbeschreibungen und Hotelinformationen klicken Sie bitte hier. Die jährlichen Investment- und Trader-Retreats der MMA sind unglaubliche Veranstaltungen! Verpassen Sie sie nicht, wenn Sie die Möglichkeit haben, daran teilzunehmen.

MMA Cycles Report: Aktien- und Rohstoffmärkte

Abonnements: 1 Jahr Fr. 420.– / € 420.–, 4 Monate Fr. 160.– / € 160.– oder 2 Monate Fr. 85.– / € 85.–
Der deutschsprachige Börsenbrief von Raymond Merriman bietet einen einzigartigen langfristigen Ausblick auf die folgenden Märkte: den DJIA (Dow Jones Industrial Average), den SMI (Swiss Market Index), den DAX (Deutscher Aktien-Index), Gold und Silber, Währungen sowie Rohöl.
Der MMA Cycles Report auf Deutsch erscheint einmal pro Monat und umfasst ca. 30–40 Seiten (inklusive 12–15 Charts).
Der Versand erfolgt nur per E-Mail.

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