Finanzbericht für die Woche vom 8. Februar 2010
Rückschau und Vorschau
Die Hochs vom 11.-19. Januar an den Weltbörsen halten. Sie fanden nahe bei den Stationen des Saturn (13. Januar) und des Merkur (15. Januar) statt, jene kosmischen Konstellationen, welche uns dazu führten, für den 14. Januar (+/- drei Handelstage) ein kritisches Umkehrdatum vorauszusagen. Nachdem die Märkte versuchten, aus den Tiefs in Verbindung mit dem Saturn/Pluto-Quadrat vom 31. Januar eine Rallye auszuführen, gingen sie am letzten Donnerstag in eine Verkaufswelle über.
Manche Märkte bildeten am Freitag neue Mehrwochentiefs. Der Dow Jones Industrial Average fiel beispielsweise intraday mit 9835 weit unter die 10’000-er Marke und erreichte damit seinen tiefsten Punkt, nachdem der letzte Primärzyklus in der ersten Novemberwoche stattgefunden hatte. Dann erholte er sich, um knapp über 10'000 zu schliessen.
Der Ausverkauf fand auch an den Warenmärkten bei verschiedenen Rohstoffen statt. Gold stürzte zum Beispiel aus einem Hoch vom Mittwoch auf 1128 intraday auf 1044 am Freitag. Silber stürzte sogar stärker mit einem Fall von 1695 am Mittwoch auf 1465 am Freitag. Rohöl tauchte von 79.66 auf 70.75 vom Mittwoch bis zum Freitag (Juni-Kontrakt).
Die Ursache war genau das, was wir in den früheren Kolumnen identifizierten: Schulden. Es handelt sich dabei allerdings nicht mehr nur um die Schulden der Vereinigten Staaten. Im Spiel sind europäische Schulden und spezifisch von Ländern der Europäischen Union. Als Folge stürzt die Euro-Währung im Vergleich zu anderen Währungen. Im Vergleich zum Dollar sank der Wert der Euro-Währung aus einem kürzlichen Hoch von 1.5110 Anfang Dezember auf unter 1.3600 am Freitag. Dies ist einer der Hauptgründe, warum Gold, Silber und Rohöl gefallen sind, denn deren Preis wird in US-Dollar festgelegt, und der Dollar verbessert sich zurzeit markant, wie bereits in unseren Forecast-Vorträgen und im Buch „Voraussagen für 2010“ erläutert.
Um es kurz zu sagen: die Welt befindet sich voll in der Schuldenkrise. Das Rating verschiedener Länder der Welt riskiert weitere Abwertungen. Dies gilt aufgrund der exponenziell steigenden Schulden nun auch für die USA. Das Ganze hat direkt mit Pluto in Steinbock, der Halbzeit der Saturn/Uranus-Opposition (von fünf haben drei bereits stattgefunden und zwei weitere folgen noch) und dem Fokuspunkt der sich entfaltenden Kardinalen Klimax von 2008-2015 zu tun. Die Kardinale Klimax gipfelt aus astrologischer Sicht Mitte 2010. Die Folgen dieser Schuldenexplosion dürften aber während der nächsten 2-5 Jahre und wahrscheinlich sogar während der ganzen Dekade erfahren werden – es sei denn, Politiker auf der ganzen Welt wären bereit, ihre Wahlversprechen einzuhalten und ihre Sucht nach unkontrollierbaren Ausgaben einzustellen, welche sie – d.h. wir – nicht bezahlen können. Leider ist es unwahrscheinlich, dass dies passiert, denn sie haben in den letzten 20+ Jahren eine Lektion sehr gut gelernt: Um Wahlen zu gewinnen, ist es nicht entscheidend, wie gut man fähig ist zu regieren, sondern wie gut die Wahlkampagne ist, die man orchestriert. Was sie allerdings erst jetzt daran sind zu entdecken: Wähler kommen ihnen nun auf die Schliche. Mit dem Uranus, der sich rasch einem Quadrat zum Pluto in Steinbock nähert, ist bereits ein Volksaufstand gegen Politiker, Banker und Big Business unterwegs. Er kann höchstens gestoppt werden, wenn das positive Potenzial von Pluto in Steinbock gezeigt wird: Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit und ethisches Verhalten. Dies heisst in anderen Worten, die anlässlich der Wahlkampagnen abgegebenen Versprechungen einzulösen. Dabei sind Opfer notwendig, um zu einem Fundament von Grundwerten und vernünftigen Praktiken zurückzufinden.
Kurzfristige geokosmische Signaturen
Letzte Woche konnte man das Prinzip von Saturn Quadrat Pluto – ein Aspekt, der am Sonntag, 31. Dezember, exakt wurde und damit die letzte Woche einläutete, in voller Aktion beobachten. So richtete sich die Aufmerksamkeit der Welt auf den destruktiven Einfluss von Schulden. Kreditagenturen werteten die Kreditwürdigkeit von Nationen herunter. Das Gespenst von höheren Steuern verängstigte die Märkte, da nun realisiert wurde, dass Firmen noch keine neuen Mitarbeiter einstellen, dies obwohl der Business-Zyklus an sich bereit wäre, nach oben zu drehen. Tatsache ist, dass dieser sich nicht substanziell verbessern kann, bis die Firmen wissen, wie sie besteuert werden, eine Voraussetzung, damit sie sich neue Mitarbeiter leisten können. Geht man vom Haushaltsbudget aus, welches der US-Präsident diese Woche unterbreitet hat, sieht es nicht gut aus – nicht nur für dieses Jahr, sondern auch für sämtliche kommenden Jahre dieser neuen Dekade. Sein Versprechen, neue Ausgaben einzufrieren, soll nach neuen Angaben nicht vor 2012 umgesetzt werden, und dies erst nach Jahren mit rekordverdächtigen Haushaltsdefiziten. Bis dann könnte es sehr wohl zu spät sein, um eine Erholung einzuleiten. Das Resultat: die Märkte stürzten, als die Kreditagenturen drohten, das Kreditrating der USA zurückzustufen – denn wer sollte bereit sein, der Regierung Geld zu leihen, wenn deren Haushaltsbudget-Projektionen zeigen, dass pro Jahr mehr als eine Billion Dollar ausgegeben werden soll als eingenommen wird? An einem gewissen Punkt explodieren die Schulden, und dies bringt das Gespenst der Zahlungsunfähigkeit aufs Tapet. Wer ist bereit, einer Entität Geld zu leihen, die sich auf dem besten Weg befindet, ihren Schuldendienst nicht honorieren zu können? Nicht China. Niemand.
Dabei ist das geokosmische Bild für diesen Monat gar nicht so schlecht. Die Venus macht am Montag eine Konjunktion mit Neptun und am 16. Februar mit Jupiter. Dies bezeichnet man als „Auslösung“ der auseinander driftenden Jupiter/Neptun-Konjunktion durch die Venus. In diesem Lichte könnten Obama und das Weisse Haus eine Art „Comeback“ erleben, denn es war die Jupiter/Neptun-Konjunktion, die letztes Jahr den Glauben der Welt an seine kraftvolle Aura oder „Magie“ befeuerte. Seine Popularität hat allerdings seit der letzten Jupiter/Neptun-Konjunktion vom 21. Dezember gemäss vielen Umfragen stark abgenommen. Die Auslösung von Jupiter und Neptun zuerst durch die Venus und dann durch die Sonne (14.-28. Februar) kann ein vorübergehendes Wiederaufflackern dieses Charismas und dieser Magie mit sich bringen. Unter solchen hoffnungsvollen und optimistischen Themen könnten die Börsen eine Rallye ausführen. Wenn nicht, dürften die negativen Entsprechungen dieser Signaturen in Form von Hysterie und Panik zum Ausdruck kommen. Dabei gilt unsere Aufmerksamkeit aber vor allem der Periode vom 9.-21. März, eine Zeit, während welcher sich insgesamt neun wichtige geokosmische Signaturen ereignen.
Längerfristige Gedanken
Wir haben nun bereits mehr als die Hälfte der rückläufigen Marsphase (20. Dezember – 10. März) durchschritten. Die Waren- und Währungsmärkte, welche zur Zeit der Rückläufigkeit (Gold, Silber, Euro zum Dollar) um den 22. Dezember einen Boden bildeten, haben nun nach einer eindrücklichen 2-3 –Wochen-Rallye diese Tiefs nach unten durchbrochen. Damit kommt die Vorstellung auf, dass diese Bewegung bis zum Ende des Zyklus des rückläufigen Mars weitergehen könnte.
Gemäss der astrologischen Lehre müssen Projekte, die unter rückläufigem Mars gestartet wurden, häufig abgebrochen werden, bevor der Mars direktläufig wird. Wir konnten dieses Phänomen am Werk beobachten, als im US-Kongress der Senat vor der Weihnachtszeit, als der Mars gerade rückläufig geworden war, die Gesundheitsreform durchwinkte. Es war keine günstige Zeit, um einen solchen Vorschlag einzubringen, was auch für jedes neue Projekt, das man anstrengt und bewilligt bekommen möchte, gilt. Unser Kommentar zu jener Zeit suggerierte, dass das Vorhaben nicht schadlos durch den ganzen Prozess hindurchgehen würde, der erforderlich ist, damit ihm Gesetzeskraft erwächst, ohne dass wichtige Abstriche nötig würden. Diese Analyse basierte ausschliesslich auf dem rückläufigen Mars. Einen Monat später schockierte der Staat Massachusetts das ganze Land durch die Wahl des Republikaners Scott Brown als Nachfolger für den bisherigen Sitz des Demokraten Edward Kennedy. Mit dieser Störung war der Erfolg der Gesundheitsreform im Senat in Frage gestellt, denn die Demokraten verloren mit diesem Ereignis eine „Filibuster“-sicherer Mehrheit.
Trotz allem wird die Idee einer allgemeinen und universellen Gesundheitsreform nicht so schnell sterben wie manche Republikaner hoffen. Schliesslich befindet sich Uranus immer noch im Fischezeichen, aus welchem er bis 2011 aus- und wieder eintritt. Jupiter befindet sich ebenfalls in Fische, eine Stellung, welche solche Reformen begünstigt.
Der rückläufige Mars mag den Zusammenbruch des Senatsvorschlags angekündigt haben. Meine Vermutung ist, dass der Vorschlag aber bereits in diesem Monat in neuer Form wieder zum Leben erweckt werden könnte. Ueber einen solchen Vorgang würde die Art des rückläufigen Mars typischerweise zum Ausdruck kommen. Er bodigt die Anstrengungen allerdings nicht immer. Häufig signalisiert er, dass man nochmals über die Bücher muss und wichtige Aenderungen vorzunehmen hat. Das Volk ist nach wie vor recht wütend über die Firmen, welche Gesundheitsversicherungen anbieten. Mit Pluto in Steinbock dürften diese für ihr opportunistisches Verhalten zum Schaden der Durchschnittsbürger verantwortlich gemacht werden. Sowohl das Volk als auch die Regierung werden sie zwingen, wichtige Aenderungen herbeizuführen, damit sie mehr in Einklang sind mit den Bedürfnissen und Stimmungen des Volkes. Das Volk will in diesem Bereich Reformen, und ich glaube, es wird diese im Laufe dieses Jahres auch erhalten. Das Vorhaben ist also nicht tot. Es befindet sich lediglich im Prozess, in anderer Form wieder zum Leben erweckt zu werden, nachdem der Mars direktläufig geworden ist.
Ankündigungen
Raymond A. Merriman, der Herausgeber der MMA Reports, hat entschieden, den SOS Report ab Juli 2010 nicht mehr zu verfassen, um seine übermässige Arbeitsbelastung zu verringern. Der SOS Report wird ab Juli durch den MMA Cycles Report ersetzt, der schon bisher seit längerem auf Englisch erhältlich war und nun ab der zweiten Hälfte Februar auf Deutsch inklusive DAX und SMI erscheint.
Wir begrüssen diese Änderung, denn der MMA Cycles Report ist gezielter auf die Bedürfnisse der europäischen Kunden zugeschnitten. Bei Gold und Silber wird nicht mehr der XAU-Index besprochen, sondern der eigentliche Gold- und Silber-Preis für die nächsten Kontrakte. Der auf europäische Bedürfnisse zugeschnittene, in deutsch verfasste MMA Cycles Report beinhaltet einen Überblick über die kosmischen Konstellationen und die allgemeine Börsenlage, anschliessend eine Besprechung der US-Börse (DJIA), die Entwicklung der Gold- und Silber-Preise, Währungen, Rohöl, DAX und SMI.
Weitere Details und Bestellung
Reisebericht von Raymond A. Merriman: Rückschau auf meine europäische Winterreise
Wenn Sie ein aktiver Short-term Trader sind, interessieren Sie sich vielleicht für unsere wöchentlichen oder täglichen Marktberichte mit short-term trading Empfehlungen (aber auf englisch). Der wöchentliche Bericht vermittelt vertiefte Analysen des DJIA, S&P und NASDAQ Futures, Eurowährungen (Cash und Futures), Dollar/Yen cash und Yen Futures, Schweizer Franken, T-Bonds, Sojabohnen, Weizen, Gold und Silber. Die täglichen Berichte decken alle diese Börsenindices plus Futures von Euro T-Bonds, Sojabohnen, Gold und Silber ab. Gehen Sie bitte für zusätzliche Informationen auch auf http://www.mmacycles.com/services.htm .
Über den Autor
Raymond Merriman ist professioneller Astrologe und Präsident
der Merriman Market Analyst, Inc., ein Unternehmen, spezialisiert in
Market Timing Produkten und Dienstleistungen. Er ist Verleger des "The
MMA Cycles Report", ein Börsenbrief, welcher von Banken,
Finanzinstituten, Investoren und Traders konsultiert wird. Merriman ist
Verfasser einer Reihe von astrologischen Büchern und Entwickler zweier
astrologischer Software-Systeme: Das FAR (Financial Astrological Research)
und das SOS (Stock Optimizing Selector) – Programm, welche Traders in
die Lage versetzen, künftige Umschlagpunkte in Aktien und Future-Märkten
zu identifizieren. Er kann über seine Website
erreicht werden.
Verwendungszweck: Ziel dieser wöchentlichen Kolumne ist es nicht, die zukünftigen Bewegungen der verschiedenen Finanzmärkte vorauszusagen. Dazu dienen die verschiedenen Abo-Berichte von MMA, im Gegensatz zu dieser Kolumne, die als kostenloser Service angeboten wird. Deren Zweck ist es, Leserinnen und Leser über die Verbindung zwischen astrologischen Faktoren, so wie sie sich am Himmel konstellieren, und menschlichen Aktivitäten zu informieren. Dabei wird gleichzeitig darüber berichtet, was an verschiedenen Börsen und weltweiten Finanzmärkten in der Vorwoche passierte und welche weiteren Entwicklungen und Veränderungen in der kommenden Woche antizipiert werden können. Die in diesem Zusammenhang wirksamen geokosmischen Faktoren werden gemäss dem Verständnis des Autors für solche Konstellationen interpretiert. Der Autor (Merriman) tut dies aus der Perspektive eines Analysten von Zyklen und im Hinblick auf militärische, politische, wirtschaftliche Entwicklungen und deren Bedeutung für die Finanzmärkte der Welt. Daraus können Aussagen resultieren, welche den Charakter von Voraussagen haben. Das primäre Ziel ist jedoch, bestehende Zusammenhänge aufzudecken und Leserinnen und Leser auf das psychologische Klima aufmerksam zu machen, welches gerade vorherrscht oder in der Zukunft zu erwarten ist – dies aus einer astrologischen Perspektive heraus. Dieses Vorgehen fusst auf der Hoffnung, dass dem Leser damit geholfen wird, die psychologische Dynamik zu verstehen, welche aktuellen Nachrichten zu politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen auf der Welt zugrunde liegt.
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