Astrologischer Finanzbericht - von Raymond Merriman
 

Finanzbericht für die Woche vom 4. September 2017

Bitte beachten Sie: Am Montag, 4. September, sind in den USA wegen des Labor Day die Märkte geschlossen.

Rückschau

„Die US-Wirtschaft schuf im August 156.000 neue Arbeitsplätze. Die von Reuters befragten Wirtschaftswissenschaftler hatten 180.000 neue Jobs erwartet. Man hatte sich nicht nur hier verschätzt sondern man musste auch die Arbeitsmarkt-Zahlen der vergangenen Monate korrigieren. Die vom Juli wurden von 231.000 auf 210.000 korrigiert, die für Juni fielen von anfänglichen 209.000 auf 189. 000, wie das Büro für Arbeitsmarktstatistik mitteilte.“ – „Gold Surges After Weak Jobs Report” („Gold zieht nach Bekanntgabe der schwachen Job-Statistik an“), Reuters, 1. September 2017.

Im Anschluss an die mächtige Sonnenfinsternis vom 21. August, und ungeachtet der hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Arbeitsmarkt-Statistik vom 1. September, noch dazu mit der Korrektur früherer Statistiken nach unten, stiegen doch die Aktienmärkte in der letzten Woche kräftig an. Nach einem primärzyklischen Tief exakt zu unserem 3-Sterne-Umschwungdatum vom 18. bis 21. August stieg der DJIA von einem Tief bei 21.600 auf ein Hoch bis jetzt am Freitag, 1. September bei 22.039. Das Allzeit-Hoch bleibt weiterhin bei 22.179, eingestellt am 8. August, einen Tag nach der Mondfinsternis.

Nicht alle internationalen Aktienindizes fielen zum 21. August, der Sonnenfinsternis, auf ein Tief. Einige sanken anschliessend bis Anfang letzter Woche weiter, bevor neue starke Rallyes bis Freitag liefen. Tatsächlich gibt es derzeit so viele Intermarkt-Divergenzen zwischen verschiedenen Regionen in der Welt, dass man wohl sieht, Merkur ist rückläufig. Das ist definitiv das Kennzeichen von Merkur dem Trickster, wenn er so richtig auf den Finanzmärkten trickst. In Europa fiel der deutsche DAX am 29. August auf 11.868, den tiefsten Stand seit 22. März. Der niederländische AEX fiel am selben Tag auf 505, seinen tiefsten Wert seit 27. März. Auch der Londoner FTSE und der Zürcher SMI fielen am letzten Dienstag, 29. August, auf mehrmonatige Tiefs. Dann stiegen alle Indizes kräftig bis Freitag an, befinden sich aber immer noch deutlich unter ihren Jahres-Hochs.

In Asien und im Pazifischen Raum lief es auf einigen Märkten ganz anders. Aber es gab auch vergleichbare Entwicklungen. Beispielsweise fiel am 29. August der japanische Nikkei auf seinen tiefsten Stand seit 2. Mai, auf 19.280. Dann stieg er bis Freitag kräftig und beendete die Woche in recht bullischer Manier. Auch der australische ASX-Index erreichte am 29. August seinen tiefsten Monats-Stand, stieg aber bis Freitag nicht so robust an. In der letzten Woche erreichten der Hang Seng in Hongkong und der chinesische Shanghai-Index ihre höchsten Stände seit 28. Mai 2015 bzw. 4. Januar 2016. Hingegen kam es beim indischen NIFTY ganz anders. Im Gefolge eines Allzeit-Hochs vom 2. August und eines möglichen primärzyklischen Tiefs vom 11. August, stieg er bis Freitag, 1. September, bescheiden an. Aber das reichte nicht einmal für ein Monats-Hoch.

Und dann wieder die beide Amerikas: Der argentinische Merval stieg an Freitag auf ein Rekordhoch. Der brasilianische Bovespa erreichte den höchsten Stand seit November 2010. Der NASDAQ Composite erreichte nahezu ein neues Hoch. Am Freitag stieg er auf 6449, als wolle er seinen Rekord bei 6460 vom 27. Juli unangetastet lassen.

Jetzt werden viele Leser diese Abschwünge und Rallyes und ebenso die rekordverdächtige Zerstörung, die der Hurrikan Harvey verursacht hat, auf den 21. August und die Sonnenfinsternis beziehen. Das ist zum Teil korrekt. Die Sonnenfinsternis bedeutete in den USA ein Tief der Märkte, aber das Tief am 29. August betraf andere internationale Indizes. Die Verheerungen durch den Hurrikan traten hauptsächlich letzte Woche ein, nicht während der Finsternis-Woche. Wir berücksichtigen drei weitere geokosmische Faktoren, die mit Verlusten und dann folgenden Aufschwüngen zu tun haben: Die Mitte der Merkur-Rückläufigkeit am 24. August, das Quadrat von Venus zu Uranus (Hurrikane) am selben Tag, ausserdem die erneute Direktläufigkeit von Saturn am 25. August (Verlust auf Märkten, die dann anschliessend wieder steigen).

Die letzte Woche war auch im Blick auf den Euro und auf Edelmetalle bemerkenswert. Der Euro stieg am 29. August auf 1,2069, seinen höchsten Wert seit 2. Januar 2015. Gold erreichte am Freitag, 1. September, 1334,50 – der höchste Stand seit der Wahlnacht vom 8. November. Silber stieg auf 17,82, Bestmarke seit dem 25. April. Nachdem nun Merkur in dieser Woche wieder direktläufig wird, werden wir sehen, ob diese neuen Hochs ernst zu nehmen sind oder ob es bloss die Gedankenspiele des rückläufigen Trickster-Merkur sind. Noch kann er seine Wirkung entfalten, und so müssen wir auch weiterhin äusserst wachsam sein.

Kurzfristige Signaturen und längerfristige Gedanken 

„Pappkopf, der stadtbekannte Schnorrer, kommt zu Archie und fragt: Archie, glaubst an die Freiheit der Rede? – Na klar, antwortet Archie. Also, erklärt Pappkopf, dann hast Du nichts dagegen, wenn ich mal Dein Telefon für ein Ferngespräch nutze, oder? – Redefreiheit bedeutet, dass Du das Recht hast, Deine Mittel einzusetzen, um Deine eigenen Angelegenheiten zu betreiben. Aber das gibt Dir nicht das Recht, im Namen der freien Rede das Telefon oder das Haus oder irgendetwas anderes von einer anderen Person einfach so für Deine Zwecke zu nutzen.“ – Interview von Tunku Varadarajian mit Richard A. Epstein: „The First Amendment is for Neo-Nazis, Too“ („Der Erste Verfassungszusatz gilt auch für Neonazis“), Wall Street Journal, 26./27. August 2017.

„In den Nachwehen des Bürgerkriegs machte Mark Twain auf ein grosses Geheimnis aufmerksam: woher es komme, dass in der Welt der physische Mut so verbreitet sei, aber der moralische Mut so selten!“ – Robert M. Morganthau, „Monuments and Courage“ („Denkmäler und Mut“), Wall Street Journal, 26./27. August 2017)

„Lernen wir, als Brüder und Schwestern zusammen zu leben! Sonst werden wir als Narren miteinander untergehen!“ – Dr. Martin Luther King, Rede vor den Absolventen des Oberlin College 1965, zitiert nach James A. Baker III und Andrew Young, „Identity Politics are Tearing America Apart“ („Die Identitätspolitik zerreisst die USA“), Wall Street Journal, 31. August 2017.

Merkur wird am 5. September wieder direktläufig. Das ist aber nicht die einzige bedeutende geokosmische Konstellation der nächsten Woche. Am selben Tag tritt Mars ins Zeichen Jungfrau ein, die Sonne bildet eine Opposition zu Neptun. Einen Tag darauf haben wir Vollmond. Da gibt es noch eine Menge Mars (Aggression, zumal der Mars noch in Konjunktion mit dem Radix-Aszendenten von Trump steht), aber auch Neptun (Passivität, Unsicherheit, irreführende Nachrichten und Ankündigungen. Da will wirklich jemand etwas Neues starten, aber es passiert nichts. Immer wenn man loslegen will, scheint die ganze Sache zu zerfasern. Das ist dann passiv und aggressiv zugleich. Da will jemand etwas ziemlich Einfaches zuwege bringen, aber dann wird die Sache so verkompliziert, so sehr mit vielem anderem verknüpft und in Abhängigkeit gebracht, dass die Unterstützer der Idee an sich nicht länger all die Zusätze und Einwendungen mit tragen können. Nehmen wir beispielsweise die Anhebung der Schuldenlimite, nehmen wir den Versuch, den Haushalt durch den Kongress zu bringen, nehmen wir den Bau einer Mauer an der Südgrenze. Verknüpfen Sie nun versuchsweise all diese Ideen bzw. weitere Kombinationen zu einem dicken Paket, statt dass eins nach dem anderen durchbuchstabiert wird. Und dann wissen Sie, warum diese Administration schon kämpfen muss, um irgendein Gesetz beschliessen zu lassen. Und immer noch klettern die Aktienmärkte!

Nach dem Vollmond in Verbindung mit Neptun bildet Venus ein Grosses Trigon mit Saturn und Uranus, 12. bis 17. September. Das ist möglicherweise die letzte grosse Gelegenheit für den Kongress in diesem Jahr, um neue Gesetze zu beschliessen – Venus ist der Planet der Vereinbarungen und Kompromisse. Saturn kann auf eine Vereinbarung hindeuten, die auf lange Sicht positive Folgen zeitigt. Bis zu diesem Zeitfenster können auch die Aktienmärkte weiter anziehen.

Freilich, nach dem 17. September steuern wir auf die dritte und letzte Passage der Jupiter/ Uranus-Opposition zu – am 27. September. Wenn es bis dahin zu keiner neuen Gesetzgebung, zur Verabschiedung eines Haushalts, zu einer Anhebung der Schuldenlimite oder, oder … gekommen ist, bedeutet das mit Bezug auf diesen Aspekt vermutlich einen grösseren Umschwung auf den Welt-Finanzmärkten. Nicht zuletzt ist die Jupiter/Uranus-Opposition die konsistenteste geokosmische Konstellation in Korrelation mit dem Eintreten von Primärzyklen auf US-Aktienmärkten, einen Spielraum von 12 Börsentagen vorausgesetzt. Die letzte Passage dieser Reihe trat am 1. März 2017 ein. Es gab damals ein Allzeit-Hoch beim DJIA, mit einem anschliessenden Abschwung von sieben Wochen Dauer bis 19. April, der längste Abschwung bis jetzt im Jahr 2017. Jupiter und Uranus stehen symbolisch auch für die Forderung nach Redefreiheit – und den Versuch, in diesem Zusammenhang unvernünftige Erwartungen an andere zu richten.

"Voraussagen 2018"

Die jährlichen Voraussagen, die seit 1976 von Raymond A. Merriman verfasst werden, bieten einen einzigartigen, präzisen Ausblick auf das jeweils kommende Jahr. Unter Anwendung von Zyklenforschung und mit Hilfe geokosmischer Faktoren werden in diesen jährlichen "Voraussagen" die politischen, wirtschaftlichen und finanzmarktrelevanten Trends für wichtige Länder und Märkte prognostiziert.

 

Raymond Merriman auf youtube!

In regelmässigen Abständen vermittelt Raymond Merriman die geokosmischen Signaturen nun auch über Videos: Raymond Merriman auf youtube